FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Die Lage an den europäischen Anleihemärkten belastete den Euro. Vor allem Sorgen um die Staatsschulden und die politische Lage Frankreich sorgen für Verunsicherung. "Mittlerweile haben sie auch den Euro erfasst, der in den letzten Monaten von den Eskapaden an den Anleihemärkten mehr oder weniger unberührt geblieben war", schreiben die Experten der Commerzbank. Entscheidend für den Euro sei jetzt, ob auch deutsche Bundesanleihen von der Verunsicherung angesteckt werden. Am Montag entspannte sich die Lage am französischen Anleihemarkt ein wenig. Daher machte auch der Euro einen Teil seiner anfänglichen Verluste wett.
Deutlich zu allen anderen Währungen zugelegt hat der brasilianische Real. Der rechte Senator Flávio Bolsonaro geht am 25. Oktober leicht favorisiert in die Stichwahl um die brasilianische Präsidentschaft gegen den linken Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva. Bei der Wahl am Sonntag kam der 45-jährige Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro nach vorläufiger Auszählung fast aller Stimmen der Wahlbehörde auf rund 47 Prozent, Lula erreichte etwa 45 Prozent. An den Finanzmärkten wird auf eine wirtschaftsfreundlichere Politik von Bolsonaro spekuliert.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84720 (0,85033) britische Pfund, 177,28 (176,99) japanische Yen und 0,9311 (0,9279) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.145 Dollar. Das waren rund fünf Dollar mehr als am Freitag./jsl/he
Quelle: dpa-Afx