FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Mittwoch durch steigende Ölpreise und überraschend starke US-Konjunkturdaten unter Druck geraten. Seit dem frühen Morgen ging es mit dem Kurs der Gemeinschaftswährung kontinuierlich nach unten, bis er am Nachmittag unter die Marke von 1,14 US-Dollar rutschte und bei 1,1391 Dollar den tiefsten Stand seit Ende Juli erreichte. Am Morgen hatte der Euro noch etwa einen halben Cent höher gestanden.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1411 (Dienstag: 1,1463) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8763 (0,8723) Euro.

An den Finanzmärkten haben Anleger die Ölpreise und die damit verbundenen Inflationserwartungen weiter im Blick. In den vergangenen Handelstagen waren die Ölpreise tendenziell gesunken, was den Inflationsdruck gedämpft hatte. Zuletzt haben die Ölpreise aber wieder zugelegt, was die Spekulation auf eine weitere Zinserhöhung durch die US-Notenbank verstärkte und den US-Dollar stützte.

Zudem haben überraschend starke US-Konjunkturdaten dem Dollar am Nachmittag weiteren Auftrieb verliehen, während der Euro im Gegenzug stärker unter Druck geriet. Im September hat sich die Stimmung von amerikanischen Einkaufsmanagern in der Industrie und im Bereich Dienstleistungen jeweils überraschend verbessert, wie aus Daten von S&P Global hervorgeht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85950 (0,85790) britische Pfund, 180,20 (180,17) japanische Yen und 0,9390 (0,9393) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.284 Dollar. Das waren rund 76 Dollar weniger als am Vortag./jkr/nas

Quelle: dpa-Afx