FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag leicht gefallen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1357 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1378 (Freitag: 1,1403) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8788 (0,8769) Euro.

Erneut haben gestiegene Inflationserwartungen durch höhere Ölpreise die Spekulation auf weiter steigende Zinsen in den USA verstärkt, was dem Dollar Auftrieb gab und den Euro im Gegenzug unter Druck setzte. Zu Beginn der Woche sind die Ölpreise deutlich gestiegen.

Zwar hat der Iran einen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus gemacht. Dieser wurde aber von US-Präsident Donald Trump am Samstag abgelehnt. Die Zurückweisung von Irans Vorschlag und der damit verbundene Anstieg der Ölpreise verstärkte die Inflationserwartungen, wie es von Marktbeobachtern heißt.

Unterdessen hat EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutlich gemacht, dass sie weiter keine Hinweise auf eine längerfristig erhöhte Inflation sieht. Die Notenbank rechnet durch die hohen Ölpreise zwar mit einer stärkeren Teuerung, allerdings gebe es bislang keine Anzeichen dafür, dass sich die höhere Inflation verfestige, sagte Lagarde vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments. Es gebe derzeit keine Belege dafür, dass sich die hohen Energiepreise auf die Löhne übertragen würden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85785 (0,86045) britische Pfund, 178,50 (179,70) japanische Yen und 0,9464 (0,9445) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.115 Dollar. Das waren etwa 4 Prozent weniger als am Freitag./jkr/he

Quelle: dpa-Afx