FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Am Freitag war der Euro im Handelsverlauf um etwa einen halben Cent gesunken, nachdem US-Notenbankchef Kevin Warsh in seiner Rede in Jackson Hole die amerikanische Konjunktur als positiv beschrieben hatte. Auch wenn sich der Fed-Chef bei der Zinspolitik nicht konkret festgelegt hatte, scheint er "den Markt auf eine Zinserhöhung vorzubereiten", heißt es in einem Marktkommentar der Dekabank. Dies hatte für Auftrieb beim Dollar gesorgt, während der Euro im Gegenzug unter Druck geraten war.
Am Montag erholte sich der Euro ein wenig. Die Inflationsrate in Deutschland ist im August angesichts höherer Energiepreise gestiegen. Der Anstieg blieb aber etwas hinter den Erwartungen zurück. Die Inflationsrate für den gesamten Währungsraum wird am Dienstag veröffentlicht. Da die Inflation weiter deutlich über dem Zielwerte der EZB von zwei Prozent liegen dürfte, wird an den Finanzmärkten mit einer Leitzinserhöhung in der kommenden Woche gerechnet.
"Der Inflationsgipfel ist nun erreicht - solange kein neuer Energieschock folgt", kommentierte Michael Herzum Chefvolkswirt bei Union Investment. Der Rückgang der Teuerung werde allerdings zäh. Höhere Kosten stecken weiterhin in Teilen des Warenkorbs, vor allem bei Nahrungsmitteln und Gütern mit hohen Transportkosten. Er erwartet daher zunächst nur noch eine Leitzinserhöhung im September durch die EZB.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die Notenbank die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85648 (0,85720) britische Pfund, 185,22 (185,92) japanische Yen und 0,9376 (0,9364) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.419 Dollar. Das waren rund 36 Dollar weniger als am Freitag./jsl/he
Quelle: dpa-Afx