FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Ein wenig gestützt wurde der Euro durch die anhaltende Waffenruhe im Nahen Osten. Die Hoffnung, dass die USA und der Iran wieder Verhandlungen über eine Lösung des Kriegs aufnehmen könnten, belastete den als sicher geltenden Dollar ein wenig. US-Präsident Donald Trump bestätigte diese Erwartungen. "Wir sind in sehr tiefgehenden Verhandlungen mit dem Iran", sagte Trump der Website "Axios".
Die US-Notenbank Fed wird an diesem Mittwoch ihre Zinsentscheidung veröffentlichen. Die meisten Experten erwarten noch keine Leitzinsänderung. Es wird jedoch für die Sitzung im September eine Zinserhöhung prognostiziert. Allerdings gehen Volkswirte überwiegend nicht davon aus, dass Notenbankchef Kevin Warsh am Mittwoch klare Signale gegeben wird. Er lehnt grundsätzlich eine vorbestimmte Geldpolitik ab.
Zudem belasteten schwache Konjunkturdaten aus den USA den Dollar. Die Stimmung der Verbraucher in den Vereinigten Staaten hat sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Der Indikator fiel um 1,4 Punkte auf 90,8 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Anstieg auf 92,4 Punkte gerechnet. Die Verbraucher bewerteten ihre aktuelle Lage schlechter, während die Erwartungen gleich blieben.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85550 (0,85524) britische Pfund, 186,32 (186,37) japanische Yen und 0,9319 (0,9284) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.028 Dollar. Das waren rund 47 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he
Quelle: dpa-Afx