NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Damit gab der Euro einen Teil seiner Vortagsgewinne wieder ab. Am Montag hatte die Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs durch eine Verhandlungslösung für eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt, von der auch der Euro profitierte.
Am Dienstag allerdings überschatteten neue Angriffe im Iran und im Libanon die laufenden Verhandlungen zur Beilegung des Kriegs. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus Minen verlegen wollten.
Aber selbst wenn bei einer Verhandlungslösung die Straße von Hormus wieder zeitnah geöffnet werden sollte, sei der Schaden bereits erfolgt, warnte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Mittlerweile sind die Energiepreise fast drei Monate auf deutlich erhöhtem Niveau. "Neben den Zentralbankreaktionen ist daher auch wichtig, wie stark die Inflationseffekte in den verschiedenen Währungsräumen ausfallen", sagte die Expertin.
Die Talfahrt der türkischen Lira hat sich am Dienstag beschleunigt. Die Lira sank zum Dollar auf ein Rekordtief. Mittlerweile müssen knapp 46 Lira für einen Dollar gezahlt werden und damit so viel wie noch nie. Im Handel mit dem Euro wurde mit 53,39 Lira für einen Euro nur knapp ein Rekordtief verfehlt. Am Devisenmarkt haben Anleger auch die politische Entwicklung in der Türkei im Blick. Nach der Absetzung des türkischen Oppositionsführers Özgür Özel sind weitere Menschen festgenommen worden, darunter ein Bürgermeister./la/men
Quelle: dpa-Afx