FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Belastet wurde der Euro durch enttäuschende Konjunkturdaten aus dem Währungsraum. Im September hat sich die Stimmung der Verbraucher stärker als erwartet verschlechtert. Der von der EU-Kommission erhobene Indikator für das Konsumklima fiel um 1,0 Punkte auf minus 16,5 Punkte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Rückgang erwartet, aber nur auf minus 16,0 Punkte. Analysten sehen eine Ursache für den Stimmungsdämpfer in den zuletzt deutlich gestiegenen Spritpreisen.
Der jüngste Anstieg der Energiepreise wird die Inflation in der Eurozone nach Einschätzung des Chefvolkswirtes der EZB länger auf einem erhöhten Niveau halten als bisher gedacht. "Wir erleben derzeit eine zweite Welle von Preisanstiegen, nicht nur bei Öl, sondern auch bei Gas", sagte Philip Lane der Schweizer Zeitung "Le Temps". Es sei davon auszugehen, dass diese zweite Welle von Energiepreisanstiegen zu einer höheren und hartnäckigeren Inflation führen dürfte.
Allerdings haben die Inflationserwartungen am Dienstag durch einen weiteren Rückgang der Ölpreise einen Dämpfer bekommen. Dies spricht eher gegen eine weitere Zinserhöhung durch die EZB, was den Euro tendenziell belastet.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85790 (0,85780) britische Pfund, 180,17 (180,70) japanische Yen und 0,9393 (0,9438) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.331 Dollar. Das waren rund 12 Dollar weniger als am Vortag./jkr/nas
Quelle: dpa-Afx