FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro hat zu Wochenbeginn etwas nachgegeben. Am Montagnachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1216 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Freitag. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1225 (Freitag: 1,1253) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8909 (0,8886) Euro.

Am vergangenen Freitag waren die Ölpreise wieder stärker gestiegen, was am Markt die Inflationssorgen schürte. Höhere Ölpreise stützen in der Regel den US-Dollar und belasten im Gegenzug den Euro, weil sie eher für weiter steigende Zinsen durch die US-Notenbank Fed sprechen.

Nach Einschätzung der Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank ist entscheidend, was die Notenbanken aus dem jüngsten Anstieg der Ölpreise machen: "Reagiert die Fed auf den zusätzlichen Inflationsdruck entschlossener als die EZB, steigen die relativen Zinserwartungen zugunsten des Dollars." Der Commerzbank-Expertin zufolge sind steigende Ölpreise für die USA ökonomisch weniger belastend als für den Euroraum, der Energie importieren muss.

Zwar sind die Notierungen am Ölmarkt zu Beginn der neuen Woche wieder etwas gesunken, sie halten sich aber weiter auf einem hohen Niveau. Die weitere Entwicklung der geopolitischen Lage im Nahen Osten bleibt ein bestimmender Faktor an den Finanzmärkten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84205 (0,84385) britische Pfund, 177,63 (177,82) japanische Yen und 0,9261 (0,9272) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.148 Dollar. Das waren rund 17 Dollar weniger als am Freitag./la/he

Quelle: dpa-Afx