FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Donnerstag weiter von einer Schwäche des US-Dollar profitiert und ist auf den höchsten Stand seit drei Monaten gestiegen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1688 US-Dollar gehandelt und damit auf dem höchsten Stand seit Mai. Der Euro baute deutliche Gewinne vom Vortag etwas aus, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, die Rückkäufe langlaufender Anleihen auszuweiten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1605 Dollar festgesetzt.

"Fundamental ändern die Rückkäufe nichts", hießt es in einer Einschätzung von Analysten der Dekabank zur Ausweitung von Anleihekäufen in den USA. Allerdings habe die Maßnahmen eine "Signalwirkung" und daher seien die Marktreaktionen kräftig ausgefallen. Am Donnerstag zeigten sich bei den Kursen von Staatsanleihen aber nur noch wenig Bewegung und auch am Devisenmarkt bewegten sich die Kurse in einer vergleichsweise engen Handelsspanne.

Im Tagesverlauf ist zunächst mit eher wenig Impulsen am Devisenmarkt zu rechnen. Es stehen keine wichtigen Konjunkturdaten aus der Eurozone auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Nachmittag werden US-Daten erwartet, die für mehr Kursbewegung sorgen könnten, darunter die wöchentlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt./jkr/jsl/jha/

Quelle: dpa-Afx