FUCHS startet sehr gut ins Jahr 2026 in volatilem Marktumfeld
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29.04.2026 / 07:00 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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FUCHS startet sehr gut ins Jahr 2026 in volatilem Marktumfeld
* Umsatzsteigerung um 1% auf 934 Mio EUR infolge organischen Wachstums und trotz hoher negativer Wechselkurseffekte
* EBIT erreicht mit 125 Mio EUR einen neuen Höchstwert auf Quartalsebene
* Ergebnis je Stammaktie und je Vorzugsaktie verbessert sich um 15% auf 0,68 EUR
* EBIT-Prognose für 2026 bestätigt - Ausblick für Umsatz und Cashflow angepasst
FUCHS auf einen Blick
in Mio EUR Q1 Q1 Abw. Abw. 2026 2025 % Umsatz(1) 934 924 10 1 Europa, Mittlerer Osten, Afrika 547 522 25 5 Asien-Pazifik 266 264 2 1 Nordund Südamerika 172 183 -11 -6 Konsolidierung -51 -45 -6 - EBIT vor at Equity einbezogenen 124 106 18 17 Unternehmen EBIT 125 108 17 16 Ergebnis nach Steuern 89 77 12 16 Investitionen 21 12 9 75 Freier Cashflow vor Akquisitionen 54 17 37 >100 Akquisitionen 0 -14 14 -100 Freier Cashflow 54 3 51 >100 Ergebnis je Aktie in EUR Stammaktie 0,68 0,59 0,09 15 Vorzugsaktie 0,68 0,59 0,09 15 Mitarbeitende zum 31. März 6.857 6.818 39 1 1Nach Sitz der Gesellschaften.
"FUCHS ist sehr gut in das Jahr 2026 gestartet und hat in einem volatilen Umfeld eine deutliche Volumensteigerung realisiert und damit den Umsatz ausgebaut. Beim EBIT wurde mit 125 Mio EUR das bislang beste Quartalsergebnis erzielt. Zu dieser positiven Entwicklung trugen neben dem Geschäftsausbau und einem disziplinierten Kostenmanagement insbesondere eine zusätzliche Nachfrage im März sowie die erfolgreiche Veräußerung eines Grundstücks in Australien bei.
Der Konflikt im Nahen Osten und insbesondere die Sperrung der Straße von Hormus wird uns unabhängig vom weiteren Verlauf der Auseinandersetzung im laufenden Geschäftsjahr vor große Aufgaben stellen. Steigende Rohstoffpreise und Lieferengpässe fordern unsere Organisation bereits heute heraus. Diese Lage wird in den kommenden Monaten angespannt bleiben. Wir sehen uns jedoch mit einem starken Einkaufs-, Vertriebs- und Entwicklungsteam gut aufgestellt und werden, wie bereits in der Vergangenheit, gemeinsam mit unseren Kunden bestmögliche Lösungen erarbeiten. Neben der Sicherstellung der Versorgung unserer Kunden liegt der Fokus auf dem zeitnahen Ausgleich der steigenden Rohstoffkosten durch Preisanpassungen. Trotz aller Herausforderungen gehen wir daher aktuell davon aus, das prognostizierte EBIT in Höhe von um 450 Mio EUR dieses Jahr zu erreichen. Wie stark die Preise auf der Einkaufs- und Verkaufsseite ansteigen werden, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verlässlich abschätzen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Umsatz deutlich stärker steigen und der Freie Cashflow durch den Aufbau des Nettoumlaufvermögens beeinträchtigt wird. Wir haben eine ähnliche Situation bereits während der Lieferkettenengpässe infolge der Corona-Pandemie erfolgreich gemeistert und sind zuversichtlich, auch im aktuellen volatilen Umfeld unsere Resilienz einmal mehr unter Beweis zu stellen."
Stefan Fuchs, Vorsitzender des Vorstands
Geschäftsentwicklung im Konzern
FUCHS erzielte in den ersten drei Monaten 2026 einen Umsatz von 934 Mio EUR (924). Trotz erheblich negativer Wechselkurseffekte stieg der Umsatz durch volumenbasiertes, organisches Wachstum um 1% gegenüber dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Währungseffekte hätte der Umsatz um 5% zugenommen.
Das EBIT verbesserte sich im Vergleich zu den starken ersten drei Monaten des Vorjahres um 17 Mio EUR oder 16% auf 125 Mio EUR (108) und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Die EBIT-Marge lag mit 13,4% (11,7) deutlich über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der EBIT-Marge ist sowohl auf die Verbesserung der Bruttomarge als auch auf den Rückgang der sonstigen Funktionskosten zurückzuführen. Letztere lagen um 7 Mio EUR unter dem Vorjahresquartal, insbesondere aufgrund eines Grundstücksverkaufs in Australien.
Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich auf 89 Mio EUR (77). Das Ergebnis je Stammaktie und je Vorzugsaktie stieg jeweils um 0,09 EUR bzw. 15% auf 0,68 EUR (0,59).
Der Freie Cashflow vor Akquisitionen lag mit 54 Mio EUR (17) deutlich über dem Vorjahreswert.
Geschäftsentwicklung in den Regionen
Die Region Europa, Mittlerer Osten, Afrika (EMEA) verzeichnete ein organisch getriebenes Umsatzplus in Höhe von 25 Mio EUR oder 5% auf 547 Mio EUR (522). Dabei konnte die Mehrzahl der Länder in der Region ihren Umsatz steigern, vor allem Deutschland, Italien, Großbritannien und Südafrika. Insbesondere im März verzeichnete EMEA eine erhebliche Mengensteigerung. Das EBIT der Region übertraf den Vorjahreswert um 10 Mio EUR oder 19% und erreichte 62 Mio EUR (52). Hierzu trugen neben der Umsatzsteigerung auch Margenverbesserungen bei.
Der Umsatz der Region Asien-Pazifik lag mit 266 Mio EUR um 2 Mio EUR oder 1% über dem Vorjahr. China und Australien aber auch viele kleine Länder trugen zu einem starken organischen Wachstum von 17 Mio EUR bei. Hohe negative Währungseffekte aus allen Ländern der Region in Höhe von -15 Mio EUR zehrten allerdings einen Großteil dieses Wachstums auf. Das EBIT stieg deutlich um 13 Mio EUR oder 39% auf 46 Mio EUR (33) an. Hierzu trugen insbesondere die positive Entwicklung in China und Australien bei, sowie ein positiver Einmaleffekt in Höhe von 7 Mio EUR aus der Veräußerung eines Grundstücks in Australien.
In Nord- und Südamerika lag der Umsatz mit 172 Mio EUR um 11 Mio EUR oder 6% unter dem Vorjahr (183). Nordamerika verzeichnete solides organisches Wachstum und auch Südamerika entwickelte sich positiv gegenüber dem Vorjahr. Allerdings wurden die organischen Zuwächse durch starke negative Währungseffekte in Höhe von -18 Mio EUR überkompensiert. Diese waren auch der Hauptgrund für den Rückgang des EBIT um 2 Mio EUR auf 19 Mio EUR (21).
EBIT-Prognose für 2026 bestätigt - Ausblick für Umsatz und Cashflow angepasst
FUCHS bewegt sich derzeit in einem volatilen Umfeld. Der Anfang März im Nahen Osten ausgebrochene und weiterhin anhaltende Krieg erhöhte die geopolitischen Unsicherheiten deutlich. Die Schließung der Straße von Hormus und die teilweise Zerstörung von Anlagen der Petrochemie in der Golfregion führten zu einer Verknappung und deutlichen Preissteigerungen bei Rohstoffen. Hinzu kommt ein damit verbundener Anstieg der Kosten für Energie und Logistik. FUCHS ist zuversichtlich, den Kostenanstieg durch Verkaufspreiserhöhungen zu kompensieren und bestätigt die EBIT-Prognose für 2026. Gleichzeitig wird infolge der Preisinflation mit einem höheren Umsatz gerechnet. Die Preissteigerungen sowohl auf der Einkaufs- als auch auf der Verkaufsseite werden zudem zu einer erhöhten Mittelbindung führen. Ein anhaltender Mangel an Rohstofflieferungen aus der Golfregion kann Versorgungsengpässe verschärfen und damit die Produktion sowie Nachfrage bei FUCHS und seinen Kunden belasten. Aus heutiger Sicht und unter der Voraussetzung, dass sich die Situation nicht weiter verschärft, passt FUCHS seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 wie folgt an:
* Umsatz: inflationsbedingt deutlich über 3,7 Mrd. EUR (zuvor: um 3,7 Mrd. EUR)
* EBIT: um 450 Mio EUR (unverändert)
* FVA: infolge steigender Mittelbindung im Umlaufvermögen etwas unter Vorjahr (zuvor: um 250 Mio EUR bzw. auf Vorjahr)
* Freier Cashflow vor Akquisitionen: bedingt durch starken Anstieg der Rohstoffkosten und der Verkaufspreise deutlich unter 270 Mio EUR (zuvor: um 270 Mio EUR)
Die globale Aufstellung und solide Finanzbasis sind unverändert robust. FUCHS fokussiert sich weiterhin auf profitables Wachstum und die Umsetzung der FUCHS100-Strategie.
Mannheim, 29. April 2026
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Über FUCHS
1931 als Familienunternehmen in Mannheim gegründet, ist FUCHS heute der weltweit größte unabhängige Anbieter von innovativen Schmierstofflösungen für nahezu alle Industrien und Anwendungsbereiche. Dabei verfolgen die knapp 7.000 Mitarbeitenden in über 50 Ländern bis heute dasselbe Ziel: die Welt nachhaltig und effizient in Bewegung halten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, denkt FUCHS in Perfektion und nicht in Standards. Für die Entwicklung individueller Lösungen tritt das Unternehmen dafür in einen intensiven Kundendialog - und ist erfahrener Berater, innovativer Problemlöser und zuverlässiger Teampartner zugleich.
Wichtiger Hinweis
Diese Pressemitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der FUCHS SE beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Beschaffungspreise, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen innerhalb der Schmierstoffindustrie gehören. Die FUCHS SE übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Pressemitteilung geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
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Quelle: dpa-Afx