LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Spekulation auf steigende Leitzinsen und höhere Renditen für Staatsanleihen haben den Goldpreis
Zuletzt haben Staatsanleihen bei Anlegern an Attraktivität gewonnen. Mit der Aussicht auf steigende Leitzinsen ist beispielsweise die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf mehrjährige Höchststände gestiegen. Dagegen machen Investoren derzeit eher einen Bogen um Anlagen in Gold, die keine Marktzinsen abwerfen.
Jüngste Aussagen des US-Notenbankchefs Kevin Warsh, der die Bedeutung der Preisstabilität besonders betont hatte, wurden am Markt als Signal für eine Zinserhöhung durch die Fed gesehen. Zudem hat der aktuelle Anstieg der Inflation in der Eurozone die Spekulation verfestigt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf der Sitzung in der kommenden Woche anheben wird.
In der Eurozone ist die Inflation im August mit 3,3 Prozent deutlich über die von der EZB anvisierten Zielmarke von mittelfristig zwei Prozent gestiegen. Als stärkster Preistreiber gelten die hohen Energiepreise. Beim Goldhandel haben Anleger daher auch den Ölpreis besonders im Blick, der mit dem Anstieg der vergangenen Handelstage die Inflationssorgen und damit die Aussicht auf steigende Zinsen verstärkt hat./jkr/jsl/stk
Quelle: dpa-Afx