IRW-PRESS: Dr. Reuter Investor Relations: KI-Boom erreicht die Wasserwirtschaft
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Der weltweite Ausbau von Rechenzentren gewinnt durch künstliche Intelligenz deutlich an Tempo. Damit wächst nicht nur der Bedarf an Strom und Rechenleistung. Auch die Kühlung der immer leistungsfähigeren Server wird zu einem zentralen Bestandteil der Infrastruktur - und eröffnet einen wachsenden Markt für Kühltechnik, Wasseraufbereitung und die dazugehörigen Betriebsdienstleistungen.
Die Dimension des Ausbaus ist erheblich. Die Experten von McKinsey gehen davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Rechenzentrumskapazität von rund 82 Gigawatt (GW) im Jahr 2025 auf etwa 220 GW im Jahr 2030 steigen könnte. Rund 156 GW davon könnten dann auf KI-Anwendungen entfallen. Das Beratungsunternehmen JLL erwartet ebenfalls einen massiven Ausbau und rechnet mit knapp 100 GW zusätzlicher Kapazität zwischen 2026 und 2030.
Parallel steigt der Energiebedarf. Nach Berechnungen der International Energy Agency (IEA) dürfte sich der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren bis 2030 auf rund 945 Terawattstunden mehr als verdoppeln. Besonders stark wächst der Bedarf sogenannter Accelerated Server, die vor allem für KI-Anwendungen eingesetzt werden.
Auch Deutschland steht vor einem deutlichen Ausbau. Nach Angaben des Digitalverbands Bitkom waren 2025 rund 2.000 Rechenzentren mit einer Anschlussleistung von mehr als 100 Kilowatt in Betrieb. Die gesamte Anschlussleistung lag bei knapp 3 GW und soll bis 2030 auf mehr als 5 GW steigen. Noch dynamischer entwickelt sich das KI-Segment: Dessen Kapazität könnte von 530 MW im Jahr 2025 auf rund 2.020 MW im Jahr 2030 steigen.
Auch der australische Markt befindet sich gerade in einer außergewöhnlich großen Ausbauphase. Mindestens 90 neue Rechenzentren befinden sich in der Pipeline. Diese Zahl nennt Data Centres Australia gemeinsam mit DC Byte; 74 davon liegen in New South Wales und Victoria. Australien verfügt demnach derzeit über rund 162 operative Rechenzentren.
Kühlung vor neuen Herausforderungen
Der Ausbau stellt die Betreiber vor neue technische Herausforderungen. KI-Server bündeln sehr hohe Rechenleistungen auf vergleichsweise engem Raum und erzeugen entsprechend große Wärmemengen. Während herkömmliche Rechenzentren häufig mit Luftkühlung auskommen, gewinnt bei leistungsstarken KI-Systemen die Flüssigkeitskühlung an Bedeutung.
Kühlflüssigkeit kann Wärme wesentlich effizienter aufnehmen und abtransportieren als Luft. Damit verändert sich auch die Infrastruktur rund um das eigentliche Rechenzentrum: Neben der Kühltechnik werden Pumpen, Wärmetauscher, Steuerungs- und Überwachungssysteme sowie Systeme zur Aufbereitung und Konditionierung des eingesetzten Wassers benötigt. McKinsey zählt Kühlung neben der Stromversorgung bereits zu den zentralen Infrastrukturkomponenten für den weiteren Ausbau von KI-Rechenzentren.
Australisches Unternehmen will Absatzmöglichkeiten bei großen Rechenzentren
Für Anbieter von Wasseraufbereitungstechnik entsteht damit ein zusätzliches Anwendungsfeld. So sieht der australische Anbieter von Anwendungen zur Wasserfiltration De.mem insbesondere bei größeren, wassergekühlten Rechenzentren Absatzmöglichkeiten. Nach Angaben des Unternehmens können abhängig von Größe und Auslegung eines Standorts mehrere Dutzend Kühltürme zum Einsatz kommen. Für deren Steuerung arbeitet De.mem mit einem australischen Hersteller von Steuerungstechnik zusammen, dessen Produkte das Unternehmen nach eigenen Angaben exklusiv für Anwendungen in Rechenzentren vertreibt. Hinzu kommen mögliche längerfristige Wartungsverträge für die installierten Systeme.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist die laufende Wasserbehandlung. Kühlsysteme benötigen unter anderem Chemikalien zum Schutz vor Kalkablagerungen und Korrosion, Biozide gegen Legionellen und Biofilme sowie je nach Standort Frostschutzmittel und Mittel zur Regulierung des pH-Werts. De.mem verfügt nach eigenen Angaben in diesen Bereichen über ein entsprechendes Produktportfolio und langjährige Anwendungserfahrung.
Darüber hinaus muss die Qualität des Wassers in den Kühlkreisläufen kontinuierlich überwacht und aufrechterhalten werden. Zum möglichen technischen Bedarf zählen Steuerungs- und Monitoringsysteme, Umkehrosmoseanlagen zur Entfernung von Mineralien und Salzen, Ionenaustauscher beziehungsweise Deionisierungssysteme für besonders hohe Reinheitsanforderungen sowie Dosiertechnik und UV-Systeme zur Kontrolle von Mikroorganismen. Ergänzt wird das Angebot durch Betriebs- und Wartungsdienstleistungen - ein relevanter Faktor, da Rechenzentren rund um die Uhr verfügbar sein müssen.
De.mem steht in Australien bereits mit Betreibern und Entwicklern von Rechenzentren in Kontakt, so Firmenchef Andreas Kröll. Damit könnte der Ausbau der KI-Infrastruktur für De.mem neben bestehenden Industrieanwendungen ein weiteres Einsatzfeld für Wasseraufbereitung, Spezialchemikalien sowie wiederkehrende Service- und Wartungsleistungen eröffnen.
Der Ausbau von KI-Rechenzentren schafft einen erheblichen zusätzlichen Bedarf an leistungsfähiger Kühl- und Wasseraufbereitungstechnik. Für De.mem ist dieser Markt besonders interessant, weil wir nicht nur die erforderliche Anlagentechnik und Steuerungssysteme liefern können, sondern auch Spezialchemikalien sowie Betriebs- und Wartungsleistungen. Daraus können langfristige Kundenbeziehungen und wiederkehrende Umsätze entstehen. Wir sehen gute Möglichkeiten, dieses Geschäft in den kommenden Jahren weiter auszubauen, erklärt Andreas Kröll.
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De.mem ISIN: AU000000DEM4 https://demembranes.com/ Land: Australien
Quellen
https://www.mckinsey.com/mgi/our-research/colocation-data-centers-the-infrastructure-race-behind-ai?utm_source=chatgpt.com
https://www.iea.org/reports/key-questions-on-energy-and-ai/executive-summary?_bhlid=10646f272364cf3af59c0fa8f3886b1cfe01e627&utm_source=chatgpt.com
https://mediaassets.cbre.com/-/media/files/2026/european-real-estate-market-outlook-2026.pdf?rev=66128ea71d644a7f90cc9c290aced710&utm_source=chatgpt.com http://nvidia.com/en-us/on-demand/session/gtc26-s82004/?utm_source=chatgpt.com
https://www.abc.net.au/news/2026-06-18/data-centre-boom-sparks-warning-to-consider-climate-change/106799658?utm_source=chatgpt.com
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Quelle: dpa-Afx