^ Original-Research: SMT Scharf AG - von Montega AG

09.09.2026 / 09:18 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von Montega AG zu SMT Scharf AG

Unternehmen: SMT Scharf AG ISIN: DE000A3DRAE2

Anlass der Studie: Update Empfehlung: Halten seit: 09.09.2026 Kursziel: 6,50 EUR (zuvor: 9,00 EUR) Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten Letzte Ratingänderung: - Analyst: Bastian Brach; Ingo Schmidt, CIIA

H1: Schwaches Marktumfeld belastet Top Line - LEV-Strategie als zentraler Wachstumstreiber

SMT Scharf hat Ende vergangener Woche den Halbjahresbericht 2026 veröffentlicht. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt setzte sich die schwache Investitionsbereitschaft in den internationalen Bergbaumärkten auch im zweiten Quartal fort. Entsprechend lagen Umsatz und Ergebnis deutlich unter dem Vorjahresniveau. Gleichzeitig schreitet der strategische Ausbau des LEV-Geschäfts voran, während der Vorstand trotz des schwachen ersten Halbjahres an der Jahresprognose festhält.

[Tabelle]

Investitionszurückhaltung belastet Umsatzentwicklung: Im ersten Halbjahr erzielte SMT Scharf einen Umsatz von 33,1 Mio. EUR und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich war insbesondere die anhaltend geringe Investitionsbereitschaft in den internationalen Bergbaumärkten. In China, dem mit einem Umsatzanteil von 63% weiterhin wichtigsten Absatzmarkt, sanken die Erlöse auf 21,0 Mio. EUR (H1/25: 24,0 Mio. EUR). Auch Polen verzeichnete einen Rückgang auf 3,6 Mio. EUR (H1/25: 6,9 Mio. EUR). Nach unserer Einschätzung dürfte sich die Entwicklung in beiden Märkten im zweiten Halbjahr jedoch verbessern. Hierfür sprechen insbesondere laufende Ausschreibungen sowie Aussagen von Kunden, die auf eine anziehende Nachfrage hindeuten. In Russland setzte sich die rückläufige Entwicklung angesichts der anhaltenden Sanktionslage hingegen fort (2,1 Mio. EUR; -69,6% yoy). Positiv entwickelte sich dagegen Afrika, wo der Umsatz auf 5,1 Mio. EUR (+27,5% yoy) zulegte. Hier profitierte SMT Scharf u.a. vom ersten Auftrag für ein batteriebetriebenes Bahnsystem in Südafrika. Auf Segmentebene konnte zudem der Mineralbergbau leicht auf 5,3 Mio. EUR (+17,8% yoy) wachsen, während die Tunnellogistik nach Auslaufen des Großprojekts im Nahen Osten erwartungsgemäß deutlich auf 0,4 Mio. EUR zurückging.

Schwache Top Line und Sondereffekte belasten Ergebnis: Das bereinigte EBIT belief sich im ersten Halbjahr auf 0,3 Mio. EUR, wobei das berichtete Ergebnis zusätzlich durch einmalige Sondereffekte i.H.v. 1,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Reorganisation in Deutschland und China belastet wurde. Dennoch spiegeln sich die deutlich niedrigeren Umsätze auch im operativen Ergebnis wider. Für das zweite Halbjahr erwartet der Vorstand sowohl aufgrund einer höheren Investitionsbereitschaft in den Kernmärkten als auch aufgrund der strategischen Maßnahmen eine Verbesserung. Entsprechend wurde die Guidance für 2026 mit einem Umsatz von 95-115 Mio. EUR und einem EBIT von 1-2 Mio. EUR bestätigt. Aus unserer Sicht ist dies angesichts des Umsatzniveaus im ersten Halbjahr und des weiterhin herausfordernden Marktumfelds ambitioniert, weshalb wir uns mit unseren Prognosen sowohl beim Umsatz als auch beim EBIT jeweils unterhalb der Guidance positionieren.

LEV-Geschäft im Zentrum der künftigen Strategie: Strategisch steht der Aufbau des Geschäfts mit Light Electric Vehicles (LEVs) im Mittelpunkt der kommenden Jahre. SMT Scharf verfolgt dabei einen zweigleisigen Ansatz und adressiert sowohl den chinesischen Markt als auch internationale Märkte. In China sollen explosionsgeschützte, lithiumbetriebene Elektrofahrzeuge für den Kohlebergbau entwickelt werden, wobei die erforderlichen nationalen Zulassungen im zweiten Halbjahr erwartet werden. Für die internationalen Märkte liegt der Fokus dagegen auf einem global einsetzbaren Produktportfolio, das insbesondere Wachstumsmärkte wie Polen, Chile, Südafrika, die Türkei, Vietnam oder Indien adressiert und die jeweiligen regulatorischen Anforderungen berücksichtigt. Hierzu hat SMT Scharf im Mai eine Kooperation mit CCTEG vereinbart. Gemeinsam sollen auf Basis bereits in chinesischen Kohlebergwerken eingesetzter Fahrzeuge neue LEVs für globale Märkte entwickelt werden. Ergänzend wurde das für Südafrika und den Rechtslenkermarkt entwickelte LEV-Modell fertiggestellt und soll nun in die Testphase überführt werden. Damit könnte SMT Scharf mittelfristig ein neues Wachstumsfeld erschließen und gleichzeitig die Abhängigkeit vom klassischen Kohlebergbau reduzieren. Erste Umsatzbeiträge erwartet der Vorstand für das kommende Geschäftsjahr.

Fazit: SMT Scharf verzeichnete ein schwaches erstes Halbjahr, das neben dem weiterhin herausfordernden Marktumfeld durch das Auslaufen des Großprojekts in der Tunnellogistik belastet wurde. Zwar erwarten wir im zweiten Halbjahr eine Belebung insbesondere in China und Polen, die bestätigte Guidance erscheint uns angesichts des notwendigen Umsatz- und Ergebnissprungs jedoch ambitioniert. Gleichzeitig bietet der strategische Aufbau des LEV-Geschäfts langfristig attraktive Wachstumsperspektiven und stellt einen wichtigen Schritt zur weiteren Diversifikation dar. Wir reduzieren unsere Prognosen für 2026 und positionieren uns bei Umsatz und EBIT jeweils unterhalb der Unternehmensguidance. Wir bestätigen unsere Halten-Empfehlung mit einem reduziertem Kursziel i.H.v. 6,50 EUR.

+++ Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte. Bitte lesen Sie unseren RISIKOHINWEIS / HAFTUNGSAUSSCHLUSS unter http://www.montega.de +++

Über Montega:

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Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=a9cd953ce0aabbc4e51c67650cc58f0b

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Quelle: dpa-Afx