NEW YORK (dpa-AFX) - Die vom US-Investor Bill Ackman geführte Pershing Square Capital
UMG hatte am Montag ein Übernahmeangebot von Pershing als zu niedrig abgelehnt. Zudem werde damit kein Mehrwert geschaffen, hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung. Das Gremium sei überzeugt, dass die Ablehnung auf breite Zustimmung stoße.
Aktuell wird UMG mit gut 35 Milliarden Euro bewertet - weitaus weniger, als die Übernahme mit 56 Milliarden Euro in Aussicht gestellt hatte. Auf Sicht eines Jahres ist der Aktienkurs um fast ein Drittel gefallen. Große Anteilseigner sind der französische Milliardär Vincent Bollore mit 18,5 Prozent und der Mischkonzern Vivendi
Am Markt wurde dem Übernahmevorhaben von Anfang an mit Skepsis begegnet. Ackman müsste vor allem Großaktionär Bollore von seiner Offerte überzeugen. Dessen Sohn Cyrille Bollore hatte vergangene Woche durchblicken lassen, dass der Familie der angebotene Preis nicht reicht und die Offerte damit abzulehnen sei.
Anfang April hatte Pershing Pläne für eine Übernahme von UMG für 56 Milliarden Euro vorgestellt. Das Angebot sah vor, den weltgrößten Musikkonzern mit dem in den USA ansässigen Akquisitionsvehikel Sparc Holdings zu verschmelzen. Der Investor bot insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Die Anteilseigner von UMG sollten 5,05 Euro je Aktie in bar erhalten, außerdem 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie.
Universal Music Group hat eine breite Palette von Künstlern unter Vertrag. Dazu zählen Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga und Billie Eilish sowie deutsche Künstler wie Clueso. Die Vereinbarung würde einen US-Börsengang erzwingen, den UMG bislang hinausgezögert hat. Das Management hatte einen Plan zur Notierung der Aktie in New York im März wegen des unsicheren Marktumfelds verschoben./he/tih
Quelle: dpa-Afx