PARIS (dpa-AFX) - Der Brillenkonzern EssilorLuxottica
Die Aktie gab zeitweise deutlich nach und setzt damit ihre schwache Entwicklung im laufenden Jahr fort. Im frühen Nachmittagshandel verlor das Papier zuletzt rund 4,4 Prozent auf 192,70 Euro, womit es Schlusslicht im EuroStoxx 50
Neben Sorgen über zunehmende Konkurrenz belastet auch die Unsicherheit über die Margenentwicklung im Zusammenhang mit KI-Investitionen den Kurs. Zudem wirkt sich das eingetrübte Konsumumfeld im Zuge geopolitischer Spannungen negativ aus. Seit dem Jahreswechsel hat EssilorLuxxotica an der Börse bereits fast 29 Prozent an Wert eingebüßt.
Im ersten Quartal waren die Erlöse Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitrum um 4,1 Prozent auf 7,13 Milliarden Euro geklettert, wie das französisch-italienische Unternehmen bereits am Mittwochabend in Charenton-le-Pont mitteilte. Damit traf der Weltmarktführer für Brillen, Sonnenbrillen und Kontaktlinsen in etwa die durchschnittlichen Markterwartungen. Zugpferd war die Region Nordamerika mit einem prozentual zweistelligen Wachstum, aber auch die Region EMEA (Europa, Naher Osten und Asien) florierte.
Währungsbereinigt fiel das Wachstum mit 10,8 Prozent jedoch etwas schwächer aus als am Markt erhofft. Belastend wirkte vor allem der schwächere US-Dollar, der die positiven Effekte aus der Partnerschaft für KI-gestützte Brillen mit dem Facebook-Konzern Meta
Jefferies-Analyst Julien Dormois hob zwar das überraschend hohe organische Umsatzwachstum hervor und nannte es einen Beleg für die robuste Wachstumsstärke. Er verwies aber auch darauf, dass die Dynamik im Vergleich zu dem außerordentlichen Schlussquartal 2025 wie erwartet abgenommen habe. Vor allem aber ließen die hohen Vergleichswerte aus dem Vorjahr für das zweite Halbjahr eine Neukalibrierung der Konsensschätzungen für 2026 erwarten, schrieb er. Neben Jefferies senkten auch zahlreiche andere Banken ihre Kursziele, darunter die Schweizer UBS, Goldman Sachs, die Bank of America und die LBBW./tav/lew/nas
Quelle: dpa-Afx