FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Fondsanbieter DWS
Der Kurs der Aktie gab am Nachmittag um mehr als zwei Prozent nach. Die jüngste Erholung seit dem in der Vorwoche erreichten tiefsten Stand seit Ende Juni gerät damit ins Stocken. Analyst Jude Neanor von der kanadischen Bank RBC bezeichnete den Zwischenbericht als insgesamt durchwachsen. Er hob das Rekordniveau der Mittelzuflüsse positiv hervor. Das Ergebnis habe die Erwartungen aber verfehlt.
DWS steigerte die Erträge im Jahresvergleich um vier Prozent auf 784 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn wuchs um zwei Prozent auf 325 Millionen Euro, und der Überschuss legte um fünf Prozent auf 230 Millionen Euro zu. Dabei zehrten die Kosten des Unternehmens einen größeren Teil der Erträge auf: Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verschlechterte sich von 57,7 auf 58,6 Prozent.
Allerdings hatte die DWS-Spitze ihre Aktionäre schon darauf vorbereitet, dass die erfolgsabhängigen Erträge der DWS-Fonds in diesem Jahr vor allem im ersten und im vierten Quartal eintreffen dürften. Vorstandschef Stefan Hoops zeigte sich daher darin bestärkt, seine Ziele für 2026 zu erreichen. So soll der Gewinn je Aktie im laufenden Jahr um 10 bis 15 Prozent steigen.
In den ersten neun Monaten legte er bereits um 16 Prozent zu. Nicht ganz am Ziel ist das Unternehmen bisher bei den Kosten: Diese sollen in diesem Jahr nur noch 55 bis 57 Prozent der Erträge aufzehren. In den ersten neun Monaten lag diese Quote mit 57,7 Prozent noch oberhalb dieser Spanne./stw/tih/he/jha/
Quelle: dpa-Afx