HELSINKI (dpa-AFX) - Die skandinavische Bank Nordea
Das Ergebnis im klassischen Geschäft mit dem Leihen und Verleihen von Geld stieg trotz einer niedrigeren Marge etwas an. Das Provisionsergebnis legte deutlicher zu. Allerdings belasteten die starken Zins- und Kursschwankungen an den Anleihemärkten das Ergebnis etwa aus Handelsaktivitäten, Derivaten und Wertpapieren.
Der Konzerngewinn fiel in diesem Umfeld im dritten Quartal im Jahresvergleich um vier Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Von Bloomberg erfasste Experten hatten mit einem etwas geringeren Gewinnrückgang gerechnet.
Zudem kündigte die im EuroStoxx 50
Branchenexperte Johan Ekblom von der Bank UBS schrieb in einer ersten Reaktion von etwas schwächer als erwarteten Geschäftszahlen im dritten Quartal. Wichtiger aus Sicht von Investoren dürften aber die ausgesetzten Aktienrückkäufe sein. Mit Ergebnissen der Diskussionen mit der EZB sei nicht vor 2027 zu rechnen. Am Markt würden Aktienrückkäufe in Höhe von 250 Millionen Euro in diesem Jahr und 850 Millionen Euro im Jahr 2027 erwartet, was nun gefährdet erscheine.
Der Aktienkurs von Nordea fiel um fast 7 Prozent auf 15,82 Euro. Damit setzte sich der jüngste Abwärtstrend fort, nachdem die Titel im September noch auf einen Kursrekord von 18,11 Euro geklettert waren. Für 2026 steht nun wieder ein kleines Kursminus auf dem Zettel.
Nordea ist eine der führenden Banken in Nordeuropa. Sie entstand durch die Fusion mehrerer Geldhäuser aus Dänemark, Finnland und Schweden./mis/zb/men/stk
Quelle: dpa-Afx