AUGSBURG (dpa-AFX) - Der Panzergetriebehersteller Renk
Die Quartalszahlen von Renk wurden von Fachleuten dagegen recht positiv aufgenommen. Aus Sicht von Jefferies-Expertin Chloe Lemarie hätten die Resultate weitgehend den Erwartungen entsprochen. Der Umsatz stieg im Quartal um gut 12 Prozent auf 345 Millionen Euro. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um mehr als 17 Prozent auf 61 Millionen Euro. Unter dem Strich stieg der Nettogewinn in den ersten neun Monaten auf 55,1 Millionen Euro und betrug damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor.
Unternehmensschef Alexander Sagel bestätigte außerdem die bereits Ende Oktober wegen des Verkaufs des Gleitlagergeschäfts angepasste Jahresprognose. Renk rechnet im laufenden Jahr weiterhin mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro im fortgeführten Geschäft sowie einem bereinigten operativen Ergebnis (Ebit) von 240 bis 255 Millionen Euro. Durch den Spartenverkauf kommt Renk beim geplanten Umbau in einen reinen Rüstungskonzern voran. Bis 2030 sollen 90 Prozent des Umsatzes aus dem Rüstungsgeschäft kommen.
Im Rüstungsbereich baut Renk die Kapazitäten aus und setzt auch auf Zukäufe. Die bereits im Juli angekündigte Übernahme von David Brown Defence sei zum 2. November vollzogen worden, hieß es weiter. Der britische Hersteller soll das Marinegeschäft von Renk stärken, das kleinere der verbleibenden beiden Segmente des Konzerns. Klarer Wachstumsmotor blieb auch im dritten Quartal die größere Sparte Vehicle Mobility Solutions, die unter anderem von einer Auftragserweiterung von KNDS Deutschland für Getriebe für den Kampfpanzer Leopard 2 und dessen Fahrzeugfamilie profitierte./niw/men/jha/
Quelle: dpa-Afx