KOBLENZ (dpa-AFX) - Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
Beim Umsatz sei 2025/26 nun mit 1,15 Milliarden Euro zu rechnen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit. Bisher standen 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro im Plan. Die bereinigte Marge auf Basis des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll jetzt circa 10 Prozent erreichen, also am unteren Ende der ursprünglichen Spanne von 10 bis 12 Prozent liegen. Den bereinigten freien Zahlungsmittelfluss sieht Stabilus bei 90 Millionen Euro nach ursprünglich 80 bis 110 Millionen.
Für die im SDax
Harald Hof vom Analysehaus MWB attestierte Stabilus zwar ein starkes Ergebnis im dritten Geschäftsquartal. Dabei hätten aber Einmaleffekte die operative Schwäche kaschiert. Das Gewinnziel impliziere für das Schlussquartal nur noch einen Erlös von 255 Millionen Euro, was eine nochmals erhebliche Abschwächung bedeute.
Im dritten Geschäftsquartal sank der Umsatz von Stabilus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut fünf Prozent auf etwas weniger als 300 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) fiel um knapp drei Prozent auf 32 Millionen Euro. Die bereinigte Marge lag bei 10,8 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahr. Alle drei Größen lagen dem Unternehmen zufolge über den Erwartungen der Experten.
Das Periodenergebnis stieg wegen des Verkaufs von Unternehmensteilen von 10,1 Millionen Euro im Vorjahr auf 51,4 Millionen. Im Mai hatte Stabilus den Verkauf der beiden Tochtergesellschaften Fabreeka und Tech Products an die VMC Group angekündigt, der mittlerweile vollzogen ist. In diesem Zuge realisierte Stabilus nun einen Gewinn von rund 44 Millionen Euro. Mit dem Geld will der Konzern Schulden abbauen und die Bilanz stärken./he/zb/err/mis/jha/
Quelle: dpa-Afx