FRANKFURT (dpa-AFX) - Der starke Kursrutsch an den US-Aktienmärkten im Zuge des Ausverkaufs im KI- und Halbleitersektor drückt am Freitag den zuletzt noch rekordhohen Dax
Tags zuvor hatte er mit 26.692 Punkten ein Rekordhoch erreicht, bevor die Schwäche an den US-Börsen einsetzte und ihn letztlich ins Minus drückte. "Die Vorsicht nimmt zu, zumal der Dax mit einem Rekordstand gerade erst ein optimales Umfeld einpreiste, das nun nicht mehr vorherrscht", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank.
Nach dem Erfolg der Demokraten bei den US-Zwischenwahlen mehren sich nun die Sorgen vor einer stärkeren Regulierung des KI-Bereichs. In New York hatte daher der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100
Die Verluste machten am Freitag auch an den asiatischen Handelsplätzen nicht halt und waren im japanischen Nikkei 225
Hierzulande ging es auch für den MDax
"An der Wall Street ist genau das eingetreten, was Anleger seit Monaten befürchten: dass sich das Klumpenrisiko aus wenigen Tech-Schwergewichten rächt und die großen Indizes mit in die Tiefe reißt, wenn sie einmal stärker fallen sollten", so Experte Stanzl. "Die Angst vor einem KI-Ausbaustopp durch die Demokraten trübt die Stimmung."
Quartalszahlen gab es vor dem Wochenende von Daimler Truck
Munich Re
Rüstungswerte standen weiter unter Druck. Für die Papiere von Rheinmetall hagelte es Kurszielsenkungen nach der jüngsten Gewinnwarnung. Der Kurs näherte sich der 800-Euro-Marke und verlor zuletzt 3,7 Prozent. Vor 13 Monaten hatten Rheinmetall-Aktien noch mehr als 2.000 Euro gekostet.
Die Ankündigung von Aktienrückkäufen trieb den Kurs des Mobilfunkanbieters Freenet
Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus
Quelle: dpa-Afx