FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinen deutlichen Gewinnen zum Wochenschluss ist der deutsche Aktienmarkt am Montag kaum von der Stelle gekommen. Der Leitindex Dax
Auf der Hut sind Marktteilnehmer aktuell wegen der hohen Ölpreise und wegen der gestiegenen Anleiherenditen in einigen Ländern Europas, etwa Frankreich. Die politische Unsicherheit in Deutschland, Frankreich und Spanien sorgt für Zurückhaltung. So hat Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez nach dem Scheitern seiner Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot die Flucht nach vorn angetreten und Neuwahlen angekündigt.
"Die Stimmung der Anleger bleibt wankelmütig wie eine Wetterfahne", schrieb Timo Emden, Chefmarktanalyst vom Handelshaus CapTrader und fuhr fort: "Die Investoren hangeln sich von Signal zu Signal und suchen nach einem verlässlichen Navigationspunkt zwischen Inflationssorgen, geldpolitischen Unwägbarkeiten und politischen Fragezeichen in der Eurozone." Die Börse suche aktuell weniger nach Rückenwind, sondern in erster Linie Orientierung und damit einen neuen Fixpunkt.
Insofern ist der Dax von seinem Ende August erreichten Rekordhoch von 26.618 Punkten derzeit ein ordentliches Stück entfernt. Jedoch konnte er sich von seinem am vergangenen Donnerstag erreichten niedrigsten Stand seit Ende Juli bereits wieder etwas erholen, auch dank eines am Freitag schwächer als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichtes, der Inflations- und Zinssorgen etwas milderte.
Am Montag setzten Anleger nach einem milliardenschweren Übernahmeangebot von Schneider Electric
Die US-Bank Morgan Stanley wird für den Reifenhersteller Continental
Unter den schwächsten Werten im MDax weiteten die Aktien von Auto1
Im SDax waren die Aktien des Medizintechnikherstellers Carl Zeiss Meditec
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---
Quelle: dpa-Afx