NEW YORK (dpa-AFX) - Starke Geschäftszahlen von Microsoft
Außerhalb des Tech-Sektors war der Rückenwind auch spürbar, obwohl der stärker von Standardwerten geprägte Dow Jones Industrial
Der Marktbeobachter Stephen Innes sprach vom "großen Tech-Reset". Investoren hätten wochenlang ihr Engagement reduziert, Portfolios abgesichert und das KI-Thema neu bewertet. Historisch hätten solche Situationen eher in einer Konsolidierung gemündet als in einem Kollaps, doch diese Erfahrung sei jetzt noch kein eindeutiges Kaufsignal. "Der Neustart beendet die KI-Debatte nicht. Er verändert aber die Ausgangslage des Marktes", schrieb der Experte.
Im Fokus stand am Donnerstag auch die Nachlese des jüngsten Zinsentscheids. Danach sind Experten längst nicht mehr so überzeugt wie zuvor, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins bei der kommenden Sitzung wirklich erhöhen wird. Die Entwicklungen in Nahost wurden auch weiter kritisch beäugt. Nachgebende Ölpreise brachten etwas Erleichterung.
Der Börsenwert von Microsoft stieg an einem einzigen Tag um 450 Milliarden auf 3,35 Billionen Dollar. Die Titel des Softwarekonzerns sprangen um 15,5 Prozent nach oben. Mit dem größten Tagesgewinn seit 2008 erreichten sie den höchsten Stand seit etwa zwei Monaten. Umgekehrt herrschte enorme Enttäuschung über die Resultate und den Ausblick von Meta
Besonders im Fokus standen in beiden Fällen die KI-Investitionspläne, die seit einiger Zeit von Anlegern kritisch beäugt werden. Von Microsoft kam das Signal, dass diese im Zaum gehalten werden. Dies erleichterte jene Anleger, unter denen zuletzt Sorgen hochgekocht waren, dass die Investitionen in der Tech-Branche überhand nehmen und sich vielleicht nicht rentieren. Meta dagegen hob das untere Ende der bisherigen Investitionsspanne an.
Ein schwächerer Ausreißer in der Hardware-Branche waren die Aktien von Qualcomm
Gute Nachrichten für die Halbleiterbranche brachte auch der Branchenausrüster Lam Research
Nachbörslich dürften die Resultate von Apple und Amazon erneut Signalwirkung für die Technologiebranche haben. Die zuletzt auf Rekordniveau angekommenen Apple-Aktien litten davor unter Gewinnmitnahmen, während sich Amazon mit dem starken Branchenumfeld davon erholten, dass sie zuletzt dem tiefsten Stand seit April nahe waren.
Außerhalb des Tech-Sektors war Baxter
Quelle: dpa-Afx