DHAHRAN (dpa-AFX) - Der staatliche Ölkonzern Aramco
Die Ölpreise sind in den vergangenen Monaten drastisch gestiegen, da der Iran die Straße von Hormus nach den Angriffen von USA und Israel faktisch gesperrt hatte. Dies trieb auch die Preise für Raffinerieprodukte wie Diesel und Kerosin in die Höhe. Saudi-Arabien und andere Golfstaaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait und der Irak sind aufgrund von Angriffen auf Förderanlagen und überfüllter Lagerkapazitäten zu Produktionskürzungen gezwungen.
Saudi-Arabien, das seine Exporte vor Kriegsbeginn bereits hochgefahren hatte, leitete innerhalb weniger Tage nach Ausbruch des Konflikts einen Teil seiner Lieferungen zu einem alternativen Hafen am Roten Meer um. Doch nun tun sich für den Ölkonzern weitere Risiken auf. Die jemenitische Huthi-Miliz greift Tanker an, die diese Route nutzen.
Aramco profitierte im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben von den gestiegenen Preisen für Rohöl, Kraftstoffe und Chemieprodukte. Die Produktion sank im Quartals- und Jahresvergleich jedoch deutlich - unter anderem, weil Anlagen des Konzerns im Zuge des Konflikts angegriffen und beschädigt wurden./mne/stw/zb
Quelle: dpa-Afx