HAMBURG (dpa-AFX) - Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher hat das Wirken des verstorbenen Unternehmers Klaus-Michael Kühne gewürdigt. "Der HSV, die Kultur, vor allem die Oper, und die maritime Logistik gehörten zu den großen Ambitionen von Klaus-Michael Kühne", sagte der SPD-Politiker.

Der Senat habe ihm 2007 im Rahmen seines Engagements für die Logistikwissenschaften den Ehrentitel Professor und 2017 für seine Verdienste um Hamburg die Ehrendenkmünze in Gold verliehen. Sie gehört zu den höchsten Auszeichnungen der Stadt, betonte der Bürgermeister.

Tschentscher: Kühne immer bereit zur Einigung

Hamburg und der Senat verlieren nach Worten Tschentschers einen "großzügigen Stifter sowie einen engagierten Partner und Mitgesellschafter der Reederei Hapag-Lloyd ". Der 89-Jährige war "ein ambitionierter Unternehmer, harter Verhandler und streitbarer Mensch. Er arbeitete, wenn es sein muss, bis in die Nacht, scheute nicht den Konflikt und war doch - wie ich es seit 15 Jahren persönlich erlebt habe - immer bereit zur Einigung und verlässlichen Partnerschaft."

Unterstützung für Vorhaben in Hamburg

Der kinderlos gebliebene Kühne unterstützt über Stiftungen das Kulturleben in Hamburg, hat Millionen für die Elbphilharmonie gegeben und eine Logistik-Hochschule in der Hansestadt gegründet. Er engagierte sich auch beim Fußball-Bundesligisten HSV. In seinen späten Jahren ließ Kühne das Luxus-Hotel "The Fontenay" in Hamburg bauen.

Hamburgs zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) sagte, Kühne habe die Stadt über Jahrzehnte geprägt. Nobert Aust, Präses der Handelskammer sagte: "Mit Klaus-Michael Kühne verliert Hamburg eine der prägendsten Unternehmerpersönlichkeiten unserer Stadt. Sein Wirken ist untrennbar mit der internationalen Logistik und dem globalen Handel verbunden."

Rolf Habben Jansen, Vorstandschef der Container-Reederei Hapag-Lloyd, betonte, Kühne habe dem Unternehmen zur Seite gestanden, als es starke und verlässliche Aktionäre gebraucht habe./mni/DP/stw

Quelle: dpa-Afx