AUGSBURG (dpa-AFX) - Der Getriebehersteller Renk hat einen Käufer für sein Gleitlagergeschäft gefunden. Damit ist das im MDax notierte Unternehmen beim geplanten Umbau in einen reinen Rüstungskonzern einen großen Schritt vorangekommen. Käufer der Sparte ist der österreichische Konzern Miba. "Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis bewegt sich im unteren bis mittleren dreistelligen Millionenbereich", teilte Renk am Donnerstag in Augsburg mit. Renk hatte angekündigt, sich auf das Rüstungsgeschäft zu fokussieren. Bis 2030 sollen 90 Prozent des Erlöses aus dem Defense-Segment kommen.

Da die zu verkaufende Sparte ab dem vierten Quartal nicht mehr zum Kerngeschäft zählt, passt Renk die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Das Unternehmen rechnet jetzt mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro im fortgeführten Geschäft sowie einem um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 240 bis 255 Millionen Euro. Bislang hatte Renk einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro prognostiziert. Beim bereinigten operativen Gewinn wurde zuletzt das Erreichen des oberen Bereichs der Spanne von 255 bis 285 Millionen Euro in Aussicht gestellt./zb/stk

Quelle: dpa-Afx