HILVERSUM (dpa-AFX) - Der Musikkonzern Universal Music (UMG)
Anfang April hatte Pershing Pläne für eine Übernahme von UMG für 56 Milliarden Euro vorgestellt. An der Börse wird das Unternehmen auf Basis des Schlusskurses vom Freitag mit knapp 36 Milliarden Euro bewertet. Auf Sicht eines Jahres ist der Aktienkurs um fast ein Drittel gefallen.
Die Pläne von Pershing sehen vor, den weltgrößten Musikkonzern mit dem in den USA ansässigen Akquisitionsvehikel SPARC Holdings zu verschmelzen. Der Investor bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Aus dem Handel gingen die Titel am Freitag mit 19,50 Euro. Die Anteilseigner von UMG sollen 5,05 Euro je Aktie in bar erhalten, sowie 0,77 Aktien einer neuen Gesellschaft für jede gehaltene UMG-Aktie.
Universal Music Group hat eine breite Palette von Künstlern unter Vertrag. Dazu zählen Stars wie Taylor Swift, Lady Gaga und Billie Eilish sowie deutsche Künstler wie etwa Clueso. Die Vereinbarung würde einen US-Börsengang erzwingen, den UMG bislang hinausgezögert hat. Das Management hatte einen Plan zur Notierung der Aktie in New York im März wegen des unsicheren Marktumfelds verschoben. Der US-Investor Ackman sucht nach Wegen, den Aktienkurs zu steigern. In einem Brief an den UMG-Verwaltungsrat schrieb er, das Papier leide unter einer nicht voll ausgenutzten Bilanz und Unsicherheit./he/tih
Quelle: dpa-Afx