Die Aktien der chinesischen Techkonzerne geben wieder Gas. Zeit, um in K.-o.-Produkte auf die Aktien einzusteigen und gehebelt von der Erholung zu profitieren.
Die Aktien von BYD und Xiaomi gaben seit Anfang Juli kräftig Gas und schraubten sich jeweils um rund 25 Prozent nach oben. Katalysator dieser Erholung war ein Stimmungsumschwung im chinesischen Automobilsektor. Rückenwind gab es auch von der Politik. Im Rahmen eines Aktionsplans will die chinesische Regierung den Marktanteil von New Energy Vehicles (NEV) am gesamten Fahrzeugbestand bis 2030 auf 30 Prozent fördern. Aktuell liegt der Anteil bei rund 13,2 Prozent. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Regierung ein Maßnahmenpaket initiiert. Demnach soll das Netz von Schnellladesystemen, Batteriewechselsystemen sowie Tankstellen für Wasserstoff massiv ausgebaut werden. Die Entwicklung von E-Autos wird bereits seit Jahren subventioniert. Nun soll auch die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen stärker gefördert werden. Von diesen Plänen dürften unter anderem BYD und Xiaomi nachhaltig profitieren. Allerdings sorgten die beiden Konzerne zuletzt auch selbst für positive Schlagzeilen.
BYD mit großen Zielen
Der Technologieriese BYD ist in vielen Bereichen engagiert. Neben E-Autos stellt das Unternehmen auch elektrische Linienbusse und Nutzfahrzeuge her. Er ist Auftragsfertiger für die Unterhaltungselektronik- und Halbleiterindustrie und entwickelt und baut eigene Batterien.
Der Preiskampf am heimischen Automarkt hinterließ im ersten Halbjahr tiefe Spuren. So brach der Gesamtabsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres kumuliert um 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein. Im Monatsvergleich hat sich die Lage zuletzt jedoch stabilisiert. Zudem nimmt das Exportgeschäft Fahrt auf. Nach eigenen Angaben stiegen die Exporte im Juni um 94,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Mit 175.349 Einheiten steuerte der Export im Juni rund 43 Prozent zum gesamten Absatz bei. Konzernchef Wang Chuanfu will bis 2030 mit der Kernmarke BYD und den Premiummarken Denza und Yangwang den derzeit, gemessen an den Absatzzahlen, größten Autobauer der Welt, Toyota, überholen. Um dies zu erreichen, drückt er beim Auslandsgeschäft aufs Gas. In Brasilien und Thailand fahren schon BYD-Fahrzeuge vom Band. In Ungarn hat der chinesische Konzern bereits eine Produktion für Elektrobusse und Batterien. Ab dem vierten Quartal sollen auch Pkw hergestellt werden, um die EU-Strafzölle zu umfahren. Um Europäer zum Einsteigen zu bewegen, rollt BYD in Europa ein Flash-Charging-Netz aus. Damit soll eine Ladung von zehn auf 97 Prozent in neun Minuten möglich sein. Die zuletzt enttäuschenden Geschäftszahlen setzten das Papier gehörig unter Druck. Angesichts der moderaten Bewertung und der global starken Marktposition sehen Analysten im Schnitt ein Aufwärtspotenzial von knapp 40 Prozent.
Risikofreudigere Anleger steigen nun beim Turbo Open End Bull ein. Das Hebelpapier hat einen Basispreis und eine K.-o.-Barriere bei 68,7402 Hongkong-Dollar (HKD). Die Aktie notiert bei 90,05 HKD und der Hebel des Scheins bei 4,1. Steigt die Aktie zeitnah in den Bereich des Jahreshochs von rund 110 HKD, dürfte der Wert des Turbo Open End Bull über 80 Prozent zulegen. Anleger sollten jedoch beachten: Bei diesen Wertpapieren wird der Basispreis und das K.-o.-Level täglich angepasst. Wird die K.-o.-Barriere berührt oder unterschritten, verfällt der Schein wertlos. Um potenzielle Verluste zu begrenzen, sollte daher ein Stoppkurs gesetzt und bei einer Aufwärtsentwicklung der Aktie nachgezogen werden. Dies gilt auch für den ausgewählten Turbo Open End Bull auf Xiaomi.
Neueinsteiger gibt Gas
Der chinesische Hersteller Xiaomi entwickelt in erster Linie Smartphones, Smart-Home-Produkte und E-Fahrzeuge. Der größte Geschäftsbereich, das Smartphone-Geschäft, schwächelt allerdings. Xiaomi produziert in erste Linie günstige Einsteigergeräte. Mit den gestiegenen Halbleiterpreisen schwindet jedoch der Preisvorteil. So erwartet das Management einen deutlichen Rückgang gegenüber 2025. Daher setzt der Konzern vor allem auf das Wachstum im Smart-Home- und im Autogeschäft. Seit zwei Jahren rollt der SU7 auf Chinas Straßen. Nach eigenen Angaben wurden in den ersten fünf Monaten des Jahres insgesamt 150.317 des SU7 und des SUV-Modells YU7 ausgeliefert. Für das Gesamtjahr peilt das Management rund 550.000 Fahrzeuge an. Ein ehrgeiziges Ziel, das in China nur mit Rabatten und damit zulasten der Marge erreicht werden dürfte. Analog zu BYD bereitet Xiaomi jedoch eine Exportoffensive vor. Ab 2027 soll der oftmals als „Billig-Taycan“ bezeichnete SU7 auf Europas Straßen rollen. Bei den Anlegern kehrt allmählich die Zuversicht zurück. Mit dem Ausbruch über die Drei-Euro-Marke ist der seit September gebildete Abwärtstrend gebrochen. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg nun bis 3,50 und im weiteren Verlauf bis vier Euro frei. Erreicht das Papier zeitnah die Widerstandsmarke von 3,50 Euro, winken Anlegern mit dem ausgewählten Turbo Open End Bull über 80 Prozent Gewinn. Der Basispreis und die K.-o.-Barriere werden auch bei diesem Produkt regelmäßig erhöht.
Fazit
Der heimische Automarkt macht unter anderem BYD und Xiaomi schwer zu schaffen. Um das Lenkrad herumzureißen, setzen beide Konzerne auf Europa und eine Stabilisierung am Heimatmarkt. Die Stimmung unter den Anlegern hat sich zuletzt gewendet. Wichtige technische Hürden sind überwunden. Mit K.-o.-Produkten können Anleger gehebelt von einer Fortsetzung des eingeschlagenen Erholungskurses profitieren.