Die Erträge sprudeln, deshalb sollten Finanzkonzerne mit hohem Sachversicherungsanteil höher bewertet werden. 3 Aktien mit Nachholpotenzial rücken jetzt in den Fokus – allen voran die Allianz, deren Aktie nach dem Ausbruch auf ein neues Rekordhoch weiter glänzt. Welche 2 weniger bekannten Werte ebenfalls Kaufchancen bieten.
Versicherungstitel erleben gerade eine bemerkenswerte Neubewertung. Nach Jahren, in denen die Branche eher als zäh und wenig dynamisch galt, rücken nun die Profitabilität im Sachgeschäft, steigende Preise und robuste Ausschüttungen wieder stärker in den Fokus der Anleger. Entscheidend ist dabei vor allem die sogenannte Combined Ratio: Je niedriger sie ausfällt, desto mehr vom Prämienvolumen bleibt nach Schäden und Kosten als Gewinn übrig. Genau dort liegt der Hebel für höhere Erträge, bessere Kapitalrenditen und letztlich auch für steigende Kurse.
Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung bei der Allianz. Die Aktie des Versicherers hat ein historisches Kapitel beendet: Erst jetzt wurde das Hoch aus dem Jahr 2000 bei rund 380 Euro übertroffen. Dass neue Bestmarken folgen könnten, ist keineswegs abwegig. Denn die Allianz profitiert gleich mehrfach von den aktuellen Branchentrends: hoher Sachversicherungsanteil, starke Marktstellung in wichtigen europäischen Märkten, sinkende Kostenquoten und gleichzeitig steigende Prämieneinnahmen.
Im ersten Quartal 2026 lag die Combined Ratio der Allianz bei nur 91 Prozent – ein Wert, der die Ertragskraft des Konzerns unterstreicht. Auf Sicht der vergangenen Jahre bewegte sich die Quote stabil in einem Bereich, der klar auf Profitabilität hindeutet. Hinzu kommt: Bei einem Prämienvolumen von rund 90 Milliarden Euro bedeutet schon ein einziger Prozentpunkt bei der Schaden-Kosten-Quote einen erheblichen Gewinnhebel. Genau deshalb kann die Aktie jetzt vor einer weiteren Neubewertung stehen.
Auch für Aktionäre ist die Story überzeugend. Allianz hat die Ausschüttungen an die Anteilseigner in den vergangenen Jahren deutlich erhöht, unter anderem über Dividenden und Aktienrückkäufe. Gleichzeitig bleibt die Solvenzquote auf einem komfortablen Niveau, was zeigt, dass die Kapitalbasis trotz hoher Ausschüttungen stabil ist. Damit verbindet der Konzern Wachstum, Profitabilität und Kapitalrückführung – eine Kombination, die an der Börse regelmäßig mit höheren Bewertungen honoriert wird.
Für Anleger eröffnet sich damit bei Allianz weiteres Kurspotenzial. Wer wissen möchte, welche 2 weniger bekannten Aktien neben Allianz jetzt ebenfalls ein Kauf sind, findet die vollständige Analyse in der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE.
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