Diese fünf US-Unternehmen locken mit Ausschüttungen zwischen 6,4 und 7,4 Prozent. Doch eignen sich die Aktien wirklich für ein dauerhaft hohes Zusatzeinkommen? Oder lauern versteckte Risiken?
Viele Anleger träumen davon, eines Tages von ihren Dividenden leben zu können oder zumindest ein attraktives Zusatzeinkommen zu generieren. Häufig fällt der erste Blick dabei auf die Dividendenrendite. Doch nicht immer ist eine hohe Dividendenrendite auch ein gutes Zeichen. In diesem Artikel analysieren wir daher die fünf Aktien im S&P 500 mit der höchsten Dividendenrendite und untersuchen, ob sich ein Einstieg lohnt oder Anleger lieber die Finger davon lassen sollten.
The Kraft Heinz Company – 6,42 Prozent Dividende
Kraft Heinz produziert und vertreibt Ketchup, Fertiggerichte, Käseprodukte, Saucen und andere verpackte Lebensmittel. Seit 13 Jahren ist die Aktie auch im Portfolio von Berkshire Hathaway. Das von Warren Buffett aufgebaute Konglomerat hält derzeit rund 27,5 Prozent an Kraft Heinz.
Die Wachstumsaussichten sind jedoch eher mau: Für 2026 erwartet das Unternehmen einen organischen Umsatzrückgang von 0,5 bis 2,0 Prozent und einen Rückgang des bereinigten operativen Gewinns von 16 bis 18 Prozent. Hauptgründe für die schwache Entwicklung sind rückläufige Marktanteile und eine stagnierende Nachfrage nach verarbeiteten Lebensmitteln.
Positiv ist hingegen, dass die Dividende derzeit relativ gut abgesichert erscheint: Bei einem Free Cashflow von 3,8 Milliarden US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 1,9 Milliarden Dollar an Dividenden ausgeschüttet.
Für eine deutliche Kurserholung bräuchte es jedoch neue Wachstumsperspektiven.
Alexandria Real Estate Equities – 6,77 Prozent Dividende
Alexandria vermietet spezialisierte Labor- und Forschungsimmobilien an Unternehmen aus der Biotechnologie- und Pharmabranche. Auch bei diesem Unternehmen sind die Wachstumsaussichten kurzfristig alles andere als rosig: Im dritten Quartal 2026 brach der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um rund elf Prozent ein. Auch 2027 dürfte schwierig werden, bevor 2028 eine Erholung möglich erscheint.
Derzeit scheint die Dividende zwar durch den Cashflow gedeckt zu sein, doch die hohen Zinsen in Kombination mit der schwachen Nachfrage dürften die Gewinne auf absehbare Zeit weiter belasten. Daher ist die Aktie eher kein Kaufkandidat.
General Mills – 7,02 Prozent Dividende
Nach Kraft Heinz folgt mit General Mills der nächste Lebensmittelkonzern mit rückläufigen Umsätzen. Das Unternehmen verbuchte im Geschäftsjahr 2026 rund 5,5 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management eine organische Umsatzentwicklung zwischen minus 1,5 und plus 0,5 Prozent.
Derzeit ist die Dividende zwar noch finanzierbar, große Spielräume bestehen allerdings nicht, da in den vergangenen zwölf Monaten rund 85 Prozent des Free Cashflows ausgeschüttet wurden. Bei weiteren Umsatz- und Gewinnrückgängen könnte somit auch die Dividende unter Druck geraten. Auch der Aktienkurs liefert mit einem Minus von 45,5 Prozent in den vergangenen fünf Jahren kein überzeugendes Bild ab.
VICI Properties – 7,36 Prozent Dividende
Deutlich solidere Wachstumsperspektiven als General Mills scheint VICI Properties zu haben. Der Immobilienkonzern besitzt vor allem Casino- und Hotelimmobilien, die er langfristig an Betreiber wie Caesars Entertainment und MGM Resorts vermietet.
Der Umsatz wächst seit mehreren Jahren relativ konstant im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Getrieben wird das Wachstum vor allem durch zusätzliche Immobilieninvestitionen und Mietsteigerungen. Die langfristigen Mietverträge machen die Einnahmen gut planbar. Allerdings besteht auch eine hohe Abhängigkeit von wenigen Casinobetreibern.
Die Dividende scheint derzeit gut finanzierbar zu sein und wächst im Einklang mit den Umsätzen im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für langfristig orientierte Dividendenanleger erscheint diese Aktie derzeit als das attraktivste Investment unter den fünf vorgestellten Unternehmen.
TransDigm Group – 7,42 Prozent Dividende
TransDigm entwickelt und produziert hochspezialisierte Flugzeugkomponenten für die zivile und militärische Luftfahrt. Die Wachstumsaussichten sind bei diesem Unternehmen sehr gut, da es von steigenden Flugstunden und einer wachsenden Flugzeugflotte profitiert. Der Umsatz stieg im dritten Quartal 2026 um 22,5 Prozent. Damit beschleunigte sich die Wachstumsrate das vierte Quartal in Folge. Für 2027 erwarten Analysten einen Anstieg des Gewinns je Aktie um 10,6 Prozent.
Das Unternehmen ist jedoch keine klassische Dividendenaktie, da es keine reguläre Dividende zahlt, sondern gelegentlich hohe Sonderdividenden ausschüttet. Im September 2025 waren es 90 Dollar je Aktie. Diese Ausschüttungen werden teilweise durch Fremdkapital finanziert und sind nicht zuverlässig wiederkehrend.
Fazit
Eine hohe Dividendenrendite sollte niemals das einzige Kriterium beim Aktienkauf sein. Denn manchmal sind diese hohen Ausschüttungen aufgrund einmaliger Sonderdividenden gar nicht nachhaltig. In anderen Fällen kann eine hohe Dividendenrendite sogar ein Warnsignal sein, dass der Markt bereits schwächere Wachstumsaussichten oder mögliche Dividendenkürzungen im Aktienkurs einpreist. Anleger sollten sich daher nicht allein auf die Dividendenrendite konzentrieren, sondern auch die langfristigen Wachstumsaussichten und die Finanzierbarkeit der Ausschüttungen berücksichtigen.
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Häufig gestellte Fragen:
Welche Aktien haben die höchste Dividendenrendite im S&P 500?
Zu den Aktien mit den höchsten ausgewiesenen Dividendenrenditen zählen derzeit TransDigm, VICI Properties, General Mills, Alexandria Real Estate Equities und Kraft Heinz.
Sind Aktien mit einer hohen Dividendenrendite automatisch attraktiv?
Nein. Eine hohe Dividendenrendite kann auch auf einen starken Kursverfall, wirtschaftliche Probleme oder einmalige Sonderdividenden zurückzuführen sein.
Welche der fünf Dividendenaktien ist besonders interessant?
VICI Properties erscheint aufgrund langfristiger Mietverträge, moderater Wachstumsaussichten und einer gut gedeckten Dividende besonders interessant.