USA-Iran-Konflikt, KI und Gold: Börsenstratege Johannes Hirsch erklärt, warum Iran derzeit die besseren Karten hat, welche Aktien vom KI-Boom profitieren könnten und weshalb er bei Gold wieder auf der Käuferseite steht.

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran hält die Finanzmärkte in Atem. Für Börsenstratege Johannes Hirsch spitzt sich die Lage weiter zu: „Der Krieg USA/Iran lässt den Zeitdruck immer größer werden.“ Der Druck laste auf beiden Seiten, doch „Iran hat die besseren Karten in der Hand“. US-Präsident Donald Trump wisse derzeit „einfach nicht mehr weiter“. Konsequenzen für die Anlagestrategie hat Hirsch bereits gezogen: „Ölaktien haben wir verkauft“, zugleich halte er eine erhöhte Liquidität vor, um auf neue Entwicklungen flexibel reagieren zu können.

Beim Megathema künstliche Intelligenz rät der Geschäftsführer und Fondsmanager der Vermögensverwaltung Antea zu einer differenzierten Betrachtung. „Die Welt von KI ist äußerst heterogen“, sagt Hirsch. Während die hohen Gewinne bei einigen Unternehmen die Bewertungen bereits deutlich relativiert hätten, rechnet er mit einer Erholung der zuletzt schwächeren Softwarebranche. Microsoft, SAP und Salesforce zählt er zu den Unternehmen, die davon profitieren könnten. Auch die Allianz gehöre aus seiner Sicht zu den Gewinnern des KI-Zeitalters.

Optimistischer ist Hirsch inzwischen wieder für Gold. Die Notenbanken seien in den vergangenen Jahren der entscheidende Treiber des Goldpreises gewesen und gäben ihm bis heute eine wichtige Orientierung. Zwar gelte auch am Goldmarkt die alte Börsenweisheit „Nach der Fahnenstange kommt die Korrektur“, dennoch lautet das Fazit des Antea-Experten: „Bei Gold bin ich inzwischen wieder auf der Käuferseite.“

Warum Südkorea für Börsianer ein Sonderfall ist und welche weiteren Folgen der Nahostkonflikt für Anleger haben könnte, erläutert Johannes Hirsch im vollständigen Interview auf dem Youtube-Kanal Smartes Geld.

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