Die mit Spannung erwarteten Inflationszahlen aus den USA sind veröffentlicht worden. Das wurde konkret gemeldet und das bedeuten die neuen Daten für die Märkte.
Am Mittwoch hat das Bureau of Economic Analysis im Rahmen seines Berichts zu persönlichen Einkommen und Ausgaben die PCE-Preisdaten für August veröffentlicht. Da diese entscheidend für die Notenbank Fed und ihre Maßnahmen sind, haben Anleger einen sehr genauen Blick auf die Daten geworfen.
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US-Inflationszahlen gemeldet
Konkret stieg die Inflation im August gegenüber dem Vormonat wie erwartet um 0,3 Prozent. Auf Jahressicht lag das Plus bei 3,4 Prozent, während 3,7 Prozent erwartet worden waren.
Im Kern unterbot die Inflation auf Monatsbasis mit einem Plus von 0,2 Prozent die Erwartungen von 0,3 Prozent. Auf Jahresbasis zeigt sich ein Plus von 3,0 Prozent, statt den erwarteten 3,3 Prozent.
Das bedeuten die Daten für Aktien, Gold, Bitcoin und Euro
Unter dem Strich bleibt die Inflation also niedriger als erwartet, was der US-Notenbank Fed weniger Argumente für das Anheben von Zinsen gibt. Infolge der Veröffentlichung drehten die US-Futures von einem leichten Minus ca. ein halbes Prozent ins Plus.
Ebenso konnten Gold sowie Bitcoin zulegen. Auch der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar deutlich gewinnen.
Schwächer zeigten sich dagegen die Renditen der US-Staatsanleihen.
Wie geht es jetzt weiter?
Angesichts dieser Daten dürfte es also ein Aufatmen an den Märkten geben, was die Sorge um weitere Zinserhöhungen durch die Fed angeht. Hier hatten US-Notenbanker bereits am Dienstag mit Aussagen für Entspannung gesorgt.
Dennoch gab es bereits heute auch Veröffentlichungen, die nicht allzu positiv aufgenommen wurden. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA ist im September stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat legte sie um 90.000 zu, wie der Arbeitsmarktdienstleister ADP am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur einen Anstieg um 75.000 Stellen erwartet.
Es bleibt also weiter spannend, wie sich die Zinssituation in den USA entwickelt. Einen weiteren wichtigen Anhaltspunkt dürften die Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag liefern.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch war die US-Inflation im August?
Die Inflation stieg im August gegenüber dem Vormonat wie erwartet um 0,3 Prozent und lag auf Jahressicht bei 3,4 Prozent. Die Kerninflation erhöhte sich monatlich um 0,2 Prozent und jährlich um 3,0 Prozent.
Wie haben Aktien, Gold, Bitcoin und der Euro auf die US-Inflationsdaten reagiert?
Die US-Futures drehten nach der Veröffentlichung von einem leichten Minus von etwa einem halben Prozent ins Plus. Gold und Bitcoin legten ebenfalls zu, während der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich gewann. Die Renditen der US-Staatsanleihen gingen zurück.
Welche Daten sind für die weitere Entwicklung der US-Zinsen besonders wichtig?
Die Arbeitsmarktdaten am kommenden Freitag dürften einen wichtigen Anhaltspunkt für die weitere Zinssituation in den USA liefern. Zuvor war die Zahl der Beschäftigten in der US-Privatwirtschaft im September um 90.000 gestiegen und damit stärker als erwartet.