Warren Buffett hat Berkshire Hathaway über Jahrzehnte zu einer der erfolgreichsten Holdinggesellschaften der Welt aufgebaut. Anfang des Jahres übergab er den Vorsitz an Greg Abel. Während Buffett Technologieaktien lange eher zurückhaltend gegenüberstand, setzt Berkshire inzwischen verstärkt auf Unternehmen wie Alphabet. Dennoch ist der Einfluss des „Orakels von Omaha“ im Portfolio weiterhin deutlich zu erkennen. Zwei Beteiligungen zeigen besonders eindrucksvoll, nach welchen Kriterien Buffett Unternehmen auswählt.
Eine der ältesten und größten Beteiligungen von Berkshire Hathaway ist Coca-Cola. Der erste Kauf erfolgte bereits 1988. Seitdem hat sich der Getränkekonzern zu einem Paradebeispiel für Buffetts langfristigen Investmentansatz entwickelt. Coca-Cola verfügt über eine starke globale Marke, eine ausgeprägte Marktstellung und hohe Wiedererkennung bei den Verbrauchern. Zudem zahlt das Unternehmen seit mehr als 50 Jahren Dividenden und erhöht diese regelmäßig.
Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sorgt die breite Produktpalette für vergleichsweise stabile Einnahmen. Für Buffett zählt vor allem die Kombination aus einem etablierten Geschäftsmodell, planbaren Cashflows und einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil. Seine bevorzugte Haltedauer bezeichnete der Star-Investor deshalb einst als „für immer“.
„When we own portions of outstanding businesses with outstanding managements, our favorite holding period is forever.“
Der Satz fiel im Zusammenhang mit dem Einstieg bei Coca-Cola und beschreibt bis heute den langfristigen Anlageansatz des Star-Investors.
Der Technologiekonzern an der Spitze
Apple war für Buffett zunächst eine eher ungewöhnliche Beteiligung, da er Technologieaktien lange mit Skepsis betrachtete. Seit dem ersten Einstieg hat sich der Konzern jedoch zu einer der wichtigsten Positionen im Berkshire-Portfolio entwickelt. Apple überzeugt mit einem eng verzahnten Ökosystem. Die starke Kundenbindung führt dazu, dass viele Nutzer innerhalb des Systems bleiben und regelmäßig neue Produkte erwerben.
Gleichzeitig wächst das Geschäft mit Dienstleistungen wie Streaming-, Speicher- und Bezahllösungen. Dadurch erzielt Apple wiederkehrende Erlöse und ist weniger abhängig vom Verkauf einzelner Geräte. Die Entwicklung des Konzerns zeigt, dass Buffetts Qualitätskriterien nicht auf klassische Konsum- oder Finanzwerte beschränkt sind. Entscheidend sind vielmehr eine starke Marke, hohe Ertragskraft und die Fähigkeit, sich langfristig gegen Wettbewerber zu behaupten.
Die Börsenlegenden in einem Index
Coca-Cola und Apple verdeutlichen, worauf Buffett bei seinen Investments achtet: Qualität, Marktstärke und langfristige Ertragskraft. Anleger können diesen Ansatz nun breiter nutzen. Der BÖRSE ONLINE Best of Billionaires Index vereint die jeweils fünf größten Positionen aus den Portfolios von Warren Buffett, Bill Gates, Bill Ackman und Ken Fisher.
Im Index finden sich vor allem US-Bluechips und Value-Werte. Die Zusammensetzung wird quartalsweise überprüft und angepasst. Überschneidungen zwischen den Portfolios sind möglich. Dadurch bildet der Index dynamisch ab, auf welche Aktien die Börsenlegenden aktuell besonders stark setzen.