Am Freitag bewegt sich der DAX in schwierigem Fahrwasser. Das ist für den deutschen Leitindex wichtig. Außerdem im Fokus: SpaceX, Musk, Deutsche Telekom, Moderna, Gold, Silber, SK Hynix, Bloom Energy.

Nach dem Kursrutsch an der Nasdaq und Verlusten in Asien bleiben die Anleger bei deutschen Aktien lieber in Deckung. Gut eine Stunde vor dem Auftakt signalisiert der X-Dax einen Auftakt bei 25.334 Punkten, was nach den Vortagsverlusten nochmals ein leichtes Minus von 0,1 Prozent bedeuten würde. Sein Wochenminus würde der Leitindex damit auf mehr als ein Prozent ausweiten.

Anleger hinterfragen momentan besonders kritisch, ob sich die Milliardeninvestitionen in den KI-Boom zeitnah rentieren werden. Dabei spielen die gestiegenen Zinsen eine wichtige Rolle, während die Ölpreise zuletzt wieder für zusätzlichen Inflationsdruck sorgten. Die Pläne von Meta, die Investitionsausgaben im KI-Bereich zu erhöhen, waren vor diesem Hintergrund an der New Yorker Nasdaq nicht gut angekommen.

Laut der Commerzbank paart sich all dies mit erneuerten Spannungen im Nahen Osten. Anders als zuletzt suchten Anleger nun bei US-Staatsanleihen Zuflucht, was deren Renditen trotz der steigenden Ölpreise habe sinken lassen. "Diese Verschiebung deutet darauf hin, dass am Anleihemarkt die Sorgen um die Wachstumsaussichten über Nacht schwerer wogen als die Inflationsängste", schrieben die Commerzbank-Experten.

DAX (WKN: 846900)

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Musk investiert eine Milliarde Dollar in Skydance

Elon Musk soll rund eine Milliarde Dollar in Skydance investiert haben, während auch andere Geldgeber, darunter Board-Mitglied Laurene Powell Jobs, Kapital bereitstellten. Die Skydance-Aktie verlor 1,5 Prozent. Medienmogul John Malone brachte zudem eine mögliche SpaceX-Investition von 8 bis 10 Milliarden Dollar ins Gespräch, um Skydances Schulden zu senken.

SpaceX peilt 80.000 Mobilfunkstandorte an

SpaceX will sich laut einem Medienbericht mindestens 80.000 Mobilfunkstandorte in den USA sichern und verhandelt dafür mit mindestens einem großen Infrastrukturunternehmen. Eine Vereinbarung könnte den Weg für den Aufbau eines vierten landesweiten Mobilfunkanbieters ebnen. Aktien von Crown Castle und American Tower legten nachbörslich zu, während AT&T, Verizon und T-Mobile zwischen 4,2 und 5 Prozent nachgaben.

Moderna-Aktie fällt nach geleakten Studiendaten

Moderna verlor rund 17 Prozent, nachdem vorab veröffentlichte Daten zu seinem personalisierten mRNA-Krebsimpfstoff die Aktie belasteten. Die geleakten Phase-3-Zahlen deuteten bei Melanomen auf ein geringeres Rückfall- oder Sterberisiko gegenüber Keytruda allein hin, doch die vollständigen Daten lagen noch nicht vor. Das Handelsvolumen lag mit rund 44,2 Millionen Aktien bei mehr als dem Doppelten des Monatsdurchschnitts.

Gold und Silber geraten unter Inflationsdruck

Gold fiel auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Monaten, während Silber den schwächsten Handelsschluss seit November verzeichnete. Höhere Ölpreise schürten Inflationssorgen und trieben Renditen sowie den US-Dollar nach oben, was die Attraktivität unverzinslicher Edelmetalle belastete. Gold verbilligte sich um 2,1 Prozent auf 4.042,80 Dollar je Unze, Silber um 4,6 Prozent auf 54,764 Dollar.

SK Hynix setzt Solidigms IPO-Prüfung aus

SK Hynix hat die Prüfung eines möglichen US-Börsengangs seiner Tochter Solidigm vorerst gestoppt. Das Unternehmen verwies auf die jüngsten Kapitalmarktbedingungen und die Kursentwicklung, während es alternative Finanzierungsmöglichkeiten für eine neue US-Chipfabrik prüft. Die bestehende Produktionskapazität reiche angesichts der steigenden KI-Nachfrage nach Speicherchips nicht aus; die Aktie verringerte ihre Verluste im Handelsverlauf.

Bloom Energy hebt Jahresprognose erneut an

Bloom Energy steigerte den Quartalsumsatz gegenüber dem Vorjahr um 138 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar und erhöhte erneut seine Jahresprognose. Für 2026 erwartet das Unternehmen nun 4,4 bis 4,6 Milliarden Dollar Umsatz sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,10 bis 3,40 Dollar. Der operative Cashflow war im Quartal mit 27 Millionen Dollar negativ und der freie Cashflow mit 181 Millionen Dollar, da Investitionen in Wachstum und schwankende Zahlungseingänge die Entwicklung belasteten.

Western Digital übertrifft Prognosen und erhöht Ausblick

Western Digital erzielte im ersten Geschäftsquartal 4,38 Milliarden Dollar Umsatz und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,64 Dollar; beide Werte lagen über den Analystenerwartungen. Für das zweite Quartal stellt der Festplattenhersteller 5,0 bis 5,2 Milliarden Dollar Umsatz und 5,60 bis 6,00 Dollar bereinigten Gewinn je Aktie in Aussicht und hebt die Quartalsdividende um 17 Prozent an. Trotz der starken Zahlen geriet die Aktie unter Druck und verlor im regulären Handel rund sechs Prozent.

Enthält Material von dpa-AFX

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