Der DAX bleibt vor Börsenstart weiter stabil bei 26.504 Punkten. Am Mittwoch geht es vor allem um die Zahlen von Tui, TKMS, E.on, Brenntag und Schott Pharma.
Der Dax dürfte am Mittwoch zunächst unweit seines Rekordhochs von 26.504 Punkten auf der Stelle treten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex zweieinhalb Stunden vor dem Xetra-Handelsstart 0,1 Prozent unter dem Vortagesschluss auf 26.366 Punkte.
Tags zuvor hatte der Dax mit seinem neuen Rekord sein Jahresplus auf gut 8 Prozent ausgebaut. Klare Impulse fehlen nun, nachdem es im US-Handel etwas abwärtsgegangen war, sich die Märkte in Japan und Südkorea am Morgen aber erholt präsentieren. Die Ölpreise steigen allerdings etwas weiter an auf das höchste Niveau seit Ende Juli.
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Wie geht es den internationalen Märkten?
In den USA haben die Signale eines möglichen Fortschritts hinsichtlich einer Einigung im Iran-Krieg den Anlegern am Dienstag nicht lange gereicht. Die wichtigsten Indizes schlossen im Minus. Der Leitindex Dow Jones Industrial sank um 0,34 Prozent auf 53.791,85 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gab um 0,32 Prozent auf 7.728,20 Zähler nach. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 0,33 Prozent auf 29.525,48 Zähler nach unten. In der Gruppe der "Magnificent 7" waren die Alphabet-A-Aktien mit minus 3,8 Prozent auffallend schwach.
Aber dafür haben die Börsen Asiens am Mittwoch vor wichtigen US-Inflationsdaten überwiegend zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg im späten Handel um 0,8 Prozent und der Kospi in Südkorea zog um 3,6 Prozent an. Der CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen stieg um 0,4 Prozent, während der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong um 1,2 Prozent nachgab.
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E.on: Investitionen bremsen Ergebniswachstum aus
Der Energiekonzern Eon setzt bei seinen Investitionsvorhaben auf die kommenden Monate. Im ersten Halbjahr nahm Eon drei Milliarden Euro etwa für Energieinfrastruktur und Digitalisierung in die Hand, wie das Unternehmen am Mittwoch in Essen mitteilte. Damit lagen die Investitionen aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen zu Jahresbeginn 7 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für 2026 stehen bei den Essenern weiterhin 8,7 Milliarden Euro im Plan, was etwas mehr wäre als 2025.
Der Dax-Konzern will die Investitionen im weiteren Jahresverlauf nachholen. Das um nicht-operative Effekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr nur leicht auf 5,4 Milliarden Euro. Der bereinigte Gewinn verbesserte sich um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Die Jahresziele wurden am Mittwoch bestätigt.
Tui leidet unter dem Iran-Krieg
Der Iran-Krieg und seine Folgen treiben die Kunden des Reisekonzerns Tui weiter zum Buchen auf den letzten Drücker. So lag der gebuchte Umsatz für die wichtige Sommersaison zuletzt noch sechs Prozent niedriger als im Vorjahr. In den letzten vier Wochen zogen die Buchungen aber an, wie der Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. "2026 ist kein normales Jahr", sagte Vorstandschef Sebastian Ebel. Für das Geschäftsjahr bis Ende September wagt er weiterhin keine Umsatzprognose, hält aber an seinem Ziel fest, einen bereinigten operativen Gewinn (bereinigtes Ebit) von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro zu erreichen.
TKMS erhöht Prognose
Der Marineschiffbauer TKMS wird für das laufende Geschäftsjahr optimistischer. Vor allem bei Atlas Electronics sowie bei Überwasserschiffen geht das Unternehmen von einem starken Wachstum aus, wie die Tochter des Industriekonzerns Thyssenkrupp am Mittwoch in Kiel mitteilte. Das U-Bootgeschäft dürfte hingegen moderat zulegen. 2025/26 (per Ende September) soll der Umsatz nun um 10 bis 12 Prozent steigen. Bislang hatte TKMS 2 bis 5 Prozent in Aussicht gestellt. Die bereinigte Marge auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll bis zu 6,5 Prozent erreichen. Hier standen bislang über 6 Prozent auf dem Zettel. Analysten erwarteten jedoch bereits eine Marge von 6,4 Prozent.
Douglas verdient operativ deutlich weniger
Die Parfümeriekette Douglas hat im dritten Geschäftsquartal 2025/26 weiter das Preisbewusstsein der Kunden zu spüren bekommen. Die Geschäftsentwicklung des Quartals sei maßgeblich von einer schwachen Marktdynamik in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden sowie einem anhaltend starken Preiswettbewerb im europäischen Beauty-Handel beeinflusst worden, teilte das im SDax gelistete Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Die zuletzt Mitte Juni erneut gesenkte Prognose bestätigte Douglas.
Brenntag legt bei Umsatz und Gewinn im Quartal deutlich zu
Der Chemikalienhändler Brenntag konnte im zweiten Quartal vor allem dank höherer Preise zulegen. Der Umsatz kletterte in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich um gut zehn Prozent auf knapp 4,3 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Essen mitteilte. Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 179 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte Brenntag hier 42 Millionen Euro ausgewiesen. Das am Freitag erneut erhöhte Gewinnziel für das laufende Jahr bestätigte das Unternehmen. Zudem fiel das Ergebnis für das zweite Quartal etwas besser aus als der vorläufige Wert.
Höhere Nachfrage treibt Schott Pharma an - Quartal besser als gedacht
Bei Schott Pharma haben die Geschäfte zuletzt Fahrt aufgenommen. Im dritten Geschäftsquartal bis Ende Juni verzeichnete der Pharmazulieferer laut Mitteilung vom Mittwoch über das gesamte Portfolio hinweg eine höhere Nachfrage. Der Umsatz kletterte endgültigen Berechnungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 281,8 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Mainz verkündete. Währungsbereinigt legte der Erlös um 8,3 Prozent zu, damit lag das Wachstum deutlich höher als im ersten Halbjahr.
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Enthält Material von dpa-AFX
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