Am Donnerstag rutscht der DAX unter diese wichtige Marke. Das belastet den Leitindex. Außerdem im Fokus: Broadcom, Bitcoin, OpenAI, Amazon, PepsiCo, Applied Digital.
Der Dax ist am Donnerstag unter die runde Marke von 25.000 Punkten gerutscht. Eine Stabilisierung nach dem bereits schwachen Vortag schlug damit erst einmal fehl. Hohe Anleiherenditen und hohe Ölpreise zählen weiter zu den größten Belastungsfaktoren am Aktienmarkt.
Zuletzt verlor der deutsche Leitindex 0,93 Prozent auf 24.872 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen deutschen Werten sank um 1,17 Prozent auf 29.761 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte 1,3 Prozent ein.
"Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Wenn selbst überzeugende Unternehmenszahlen nicht mehr für steigende Kurse sorgen, ist das ein Warnsignal für die gesamte Aktienrally", mahnte Lipkow mit Blick auf die Quartalszahlen des koreanischen Tech-Schwergewichts Samsung. Diese seien stark ausgefallen, hätten aber keine Anschlusskäufe bei Halbleiteraktien mehr ausgelöst.
Halbleiter- und KI-Werte verzeichneten auch hierzulande weitere Verluste: Infineon am Dax-Ende gaben um fast 3 Prozent nach. Die Titel von Siemens Energy sanken um 1 Prozent.
Hohe Abgaben zeigten sich erneut im europäischen Bankensektor. Die Verschuldung Frankreichs bereitet Anlegern Kopfzerbrechen. Im Dax verloren Deutsche Bank 1,7 Prozent.
Im Automobilsektor waren Zulieferer auffällig schwach: Aumovio und Schaeffler lagen im MDax hinten mit Verlusten von teils mehr als 6 Prozent.
Anschlussverkäufe zogen die Titel des Dialysedienstleisters Fresenius Medical Care (FMC) weiter nach unten. Das Minus betrug 1,6 Prozent. Am Vortag hatte die Ankündigung eines Wechsels an der Konzernspitze den Kurs bereits erheblich belastet.
Eine Abstufung auf "Underperform" für Jungheinrich durch die Bank of America führte bei den Papieren des Staplerherstellers zu Kurseinbußen von 6,6 Prozent.
Detaillierte Quartalszahlen gab es von Südzucker. Der Zuckerproduzent schrieb wieder schwarze Zahlen. Die Aktien verbuchten zuletzt jedoch ein Minus von mehr als 2 Prozent.
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Enthält Material von dpa-AFX