Die Zinsentscheidung der US-Notenbank ist gefallen. Das bedeutet die wichtige Meldung für Aktien, ETFs, den Dollar, Gold und Bitcoin. 

Mit Spannung ist die am Mittwoch geplante Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed erwartet worden. Es ist die vorraussichtlich letzte unter dem scheidenden Präsidenten Powell, auch wenn es hier noch Unklarheiten gibt.

Fed veröffentlich Zinsentscheid

Um 20 Uhr deutscher Zeit kam dann die Meldung: Die US-Notenbank Fed hat ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert gelassen. Die Zinsspanne verharrt bei 3,50 bis 3,75 Prozent. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung im Schnitt erwartet. Bereits auf ihren beiden vorherigen Sitzungen Ende Januar und Mitte März hatte die Notenbank die Leitzinsen nicht angetastet.

Doch während diese Entscheidung unspektakulär scheint, brodelt es hinter den Kulissen.

Uneinigkeit in der Fed

Denn die Entscheidung des Fed‑Komitees war tatsächlich so uneinheitlich wie seit 1992 nicht mehr. Dies ist ein Problem, vor allem für den kommenden Fed-Präsidenten Warsh, der ein zerklüftetes Umfeld vorfindet. 

Konkret haben die drei regionalen Notenbankpräsidenten Beth Hammack (Cleveland), Neel Kashkari (Minneapolis) und Lorie Logan (Dallas) gegen die Entscheidung votiert. Grund dafür ist vor allem der folgende Satz aus dem Statement der Fed, der Zinssenkungen impliziert: „Bei der Prüfung des Umfangs und des Zeitpunkts zusätzlicher Anpassungen der Zielspanne für den Leitzins wird der Ausschuss die eingehenden Daten, die sich entwickelnden Aussichten und die Risikoabwägung sorgfältig bewerten.“

Dagegen stimmte das von Donald Trump eingesetzte Fed-Mitglied Miran erneut für Zinssenkungen, was er bei jedem Meeting des Gremiums getan hat.

Allgemein steht die Notenbank weiter unter großem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordert und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisiert.

Wann kommt Warsh?

Eine angespannte Situation für den kommenden Notenbank-Präsidenten Warsh. Doch ob dieser bis zur nächsten Sitzung im Juni schon im Amt ist, ist fraglich. Zwar hat der designierte Amtsträger heute die Bestätigung durch den Banken-Ausschuss des Senates erhalten, muss aber noch vom kompletten Haus bestätigt werden. Solange dies nicht erfolgt ist bleibt Powell im Amt. 

Was die Fed-Entscheidung für die Märkte bedeutet

Infolge der angespannten Lage rund um die Fed und der veröffentlichten Entscheidung zeigten sich die Aktienmärkte entsprechend schwach. Die amerikanischen Indizes verloren angesichts der unklaren Haltung im Fed-Board, das große Fragezeichen zur Zinspolitik der kommenden Monate aufwirft.

Auch andere Assetklassen wie Bitcoin und Gold zeigten sich schwach. US-Staatsanleihen konnten dagegen gewinnen, was auf die Erwartung geringerer Senkungen hindeutet. Genauso stieg der US-Dollar leicht.

Hinzu kommt die weitere Angst vor der Inflation. Diese war mehrfach im Statement der Fed betont worden und der heutige Anstieg des Ölpreises (Sorte Brent auf Rekord seit 2022) schürt die Panik noch weiter.

Fazit

Infolge der Meldungen am Mittwoch rund um die Fed dürfte es also an den Aktienmärkten weiter volatil bleiben. Anleger sollten sich entsprechend vorsehen, zumal am Abend um 22 Uhr noch die Earnings von 4 großen Tech-Unternehmen anstehen (mehr dazu hier). 

Wer jetzt wissen möchte, wie es in der angespannten Marktphase statistisch weitergeht, der sollte unbedingt einen Blick auf unseren exklusiven Report "Geheimcode der Börsen entschlüsselt" werfen.

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Infront S&P 500 (WKN: A0AET0)

Enthält Material von dpa-AFX

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Häufig gestellte Fragen

Wie ist der Fed-Zinsentscheid ausgefallen?

Die Fed hat die Leitzinsen in ihrer bisherigen Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent belassen.

Warum ist dieser Zinsentscheid besonders?

Der Zinsentscheid der Fed am Mittwoch ist besonders, da die größte Uneinigkeit im Board seit 1992 herrscht.

Wie reagieren die Märkte auf den Zinsentscheid?

Infolge der angespannten Lage rund um die Fed und der veröffentlichten Entscheidung zeigten sich die Aktienmärkte entsprechend schwach. Die amerikanischen Indizes verloren angesichts der unklaren Haltung im Fed-Board, das große Fragezeichen zur Zinspolitik der kommenden Monate aufwirft.