Wo Disruption etablierte Geschäftsmodelle herausfordert, entstehen Chancen für neue Marktführer. Diese Bereiche und Titel sollten Anleger jetzt im Blick haben
Wenn Neues entsteht, muss Altes weichen – ein Prozess, den Joseph Schumpeter als „schöpferische Zerstörung“ bezeichnete. Disruption kann Geschäftsmodelle, Technologien und ganze Märkte grundlegend verändern. Beispiele wie Apple, Amazon, Netflix und Tesla zeigen, wie neue Produkte und Dienstleistungen etablierte Branchen umgestalten können.
Als wichtige Treiber gelten technologische Innovationen und geopolitische Spannungen. Besonders künstliche Intelligenz könnte zahlreiche Geschäftsmodelle unter Druck setzen. Für Anleger kommt es jedoch nicht darauf an, möglichst früh auf vermeintliche Zukunftsgewinner zu setzen. Entscheidend sind Unternehmen, deren Lösungen an der Schwelle zur breiten Marktakzeptanz stehen – also am Wendepunkt der Innovations-S-Kurve. Wie sich eine Innovation von den ersten Entwicklungsschritten bis zur massenhaften Verbreitung bewegt, zeigt die Grafik.
Statt kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, sollten Investoren nach Unternehmen mit langfristigen Wettbewerbsvorteilen, Preissetzungsmacht und einer soliden Gewinnbasis suchen. Ein themenübergreifender Ansatz kann Chancen in verschiedenen Sektoren nutzen und Risiken streuen. Welche Bereiche vom Wandel profitieren, welche Aktien besonders aussichtsreich sind und welcher Fonds in das Who’s who der Techszene investiert, lesen Sie in der neuen €uro am Sonntag.
Weitere Themen im Heft
Glänzende Aussichten
ASML und TSMC profitieren vom ungebrochenen KI-Boom: Beide Konzerne melden Rekordzahlen und heben ihre Umsatzziele an (S. 6)
Die Gewinnmaschine läuft immer runder
Ein Traditionskonzern überzeugt mit guten Halbjahreszahlen und erfreulichem Ausblick. Vor allem die Stammaktie ist billig (S. 11)
Stunde der Entscheidung
US-Präsident Donald Trump will noch vor der Sommerpause den Clarity Act durch den Senat bringen. Für Bitcoin und Co würde das Rückenwind bringen (S. 28)
Timing gefragt
Nach der starken Korrektur hat das Interesse an Edelmetallen deutlich nachgelassen. Doch für Anleger könnte sich jetzt ein guter Kaufzeitpunkt ergeben – mit einer kleinen Einschränkung (S. 33)
Abflug in den Zins-Orbit
Die EZB hält den Leitzins hoch. Für Sparer bedeutet das, dass die Geschäftsbanken ihre Guthaben weiter ordentlich vergüten. €uro am Sonntag hat getestet, wo Kunden dauerhaft hohe Guthabenzinsen beziehen können (S. 36)
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