Kaffee gehört für Millionen Arbeitnehmer zum täglichen Ritual, und der Konsum wächst. Ein Röster und Dienstleister für Büros, Gastronomie und Automaten zeigt starke Gewinnzuwächse, während der Kurs jüngst ein wichtiges Hoch überwunden hat.

Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk der Deutschen. Im Schnitt werden rund 162 Liter pro Kopf und Jahr getrunken. Für rund zwei Drittel der Arbeitnehmer gehört die Tasse Kaffee fest zum Arbeitsalltag, oft zwei- bis dreimal am Tag. In nordeuropäischen Ländern ist der Konsum noch höher.

Ein europäischer Röster und Kaffeedienstleister profitiert davon. Er beliefert Büros, Gastronomie, Hotels, Krankenhäuser und Caterer, und zwar mit Kaffee, Tee und Automaten samt technischem Service. Die Niederlande sind inzwischen der größte Markt des Unternehmens. Nach einer Übernahme im Jahr 2021 erwirtschaften sie rund 44 Prozent des Umsatzes.

Die Aktie kam 2025 kaum voran, obwohl Umsatz und Gewinn deutlich zulegten. Die Gründe waren hohe Rohstoffpreise und Umbaumaßnahmen in einer Tochtergesellschaft. Zum Jahreswechsel hat der Kurs jedoch Fahrt aufgenommen und kürzlich ein Hoch aus dem Juli 2024 überwunden.

Die Halbjahreszahlen zeigen eine Ausweitung des Nettogewinns um 62 Prozent. Preiserhöhungen wirken sich nun auf die Ergebnisse aus. Zugleich hat das Unternehmen die eigene Rösterei ausgebaut, was Kosten senkt und Margen stärkt. Der neue Vorstandschef treibt zudem Übernahmen in Norwegen und Großbritannien voran. Die Bewertung wirkt mit einem niedrigen KGV dennoch günstig.

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