Der Kurs des Edelmetalls ist gefallen. Bei 4.000 Dollar gibt es eine Unterstützung für die Unzennotiz. Die können risikobereite Anleger für eine gehebelte Wette nutzen.
Hinweis: Dieser Artikel erschien zuerst am 14. Oktober in der BÖRSE ONLINE-Ausgabe 43/26. Wenn Sie in Zukunft als Erstes die Einschätzung unserer Experten lesen wollen, dann werfen Sie einen Blick auf dieses Angebot.
Nach einer volatilen Phase hat sich der Goldpreis fürs Erste um die Marke von rund 4.100 Dollar je Feinunze eingependelt. Etwas tiefer, bei 4.000 Dollar, gibt es auch eine harte Unterstützung, die zuletzt zwei Korrekturen beendete. Auch bei der laufenden spricht einiges dafür, dass die Marke halten wird. Das bietet eine interessante Gelegenheit, um von einer Jahresendrally des Edelmetalls zu profitieren.
Der Goldpreis ist von zwei Entwicklungen belastet worden. Zum einen gab es 2025 und in den ersten beiden Monaten 2026 einen starken Anstieg, der bis zu Rekordwerten von 5.595 Dollar führte. Der Kurs war reif für Gewinnmitnahmen. Weil zudem die Zinsen in der Folge des Krieges am Persischen Golf stark gestiegen sind, scheinen zudem einige Investoren umgeschichtet zu haben, was die Entwicklung der vergangenen Wochen erklären dürfte.
Stabilisierung zeichnet sich ab
Nun zeichnete sich eine Stabilisierung ab. Sie gründet auf zwei Entwicklungen: den Signalen der Notenbanken und dem Anlageverhalten von Investoren. Die Notenbanken sind im Moment damit beschäftigt, die Inflation einzufangen. Dabei scheint auch Gold eine Rolle zu spielen. Die Zentralbanken waren in den vergangenen Jahren wichtige Käufer auf dem Markt. Das Bedürfnis, die Währungsreserven weiter zu diversifizieren, ist eher nicht gewachsen.
Das wurde kürzlich durch Aussagen von zwei Zentralbankern auf der jährlichen Konferenz der London Bullion Market Association, dem größten Handelsplatz für Edelmetalle, bestätigt. Ein Vertreter der Banca d’Italia attestiert, dass Gold seine Qualitäten als sichere Anlage in den letzten Jahren unter Beweis gestellt habe. Bundesbankpräsident Joachim Nagel wies zwar darauf hin, dass die Attraktivität von Anleihen nach dem jüngsten Anstieg gestiegen sei, meinte aber, angesichts der geopolitischen Spannungen und der hohen Verschuldung seien die Argumente für eine Diversifikation in Gold weiterhin von hoher Bedeutung. Diese Problematik haben auch Anleger. Zwar bauen ETF-Investoren ihr Engagement derzeit nicht aus, sie halten ihre Positionen jedoch stabil. Das zeigt, dass Gold bei wachsender geopolitischer Unsicherheit weiterhin gefragt ist. Und weil die Unsicherheit eher noch zunehmen dürfte, könnte es schnell wieder zu einer höheren Gewichtung kommen. Der Edelmetallspezialist Metals Focus erwartet schon 2027 neue Allzeithochs beim Goldpreis von bis zu 5.330 Dollar.
Fazit
Anleger, die an Preissteigerungen mitverdienen möchten, können das mit Optionsscheinen. Die beiden Knock-out-Calls haben unterschiedliche Hebelwirkungen: je höher der Hebel, umso höher das Gewinnpotenzial, aber auch das Verlustrisiko bei Rücksetzern. Stoppkurse setzen.