Aus Spielzeug wird ein lukratives Dauergeschäft: Lizenzen und digitale Abonnements verwandeln starke Marken in verlässliche Erlösquellen. Doch welcher Hersteller schöpft dieses Potenzial am besten aus? BÖRSE ONLINE hat den Markt analysiert und spricht für die folgenden Titel eine Kaufempfehlung aus.

Viele bekannte Spielzeugmarken sind längst mehr als nur Produkte für das Kinderzimmer. Für die Hersteller werden sie zunehmend zu Plattformen, die über Lizenzen, Apps, Videospiele und Abomodelle immer wieder neue Erlöse liefern. Genau das macht die Branche für Anleger spannend. Denn statt allein vom Weihnachtsgeschäft, von Lieferketten und schwankenden Konsumausgaben abhängig zu sein, entstehen verlässlichere Einnahmequellen mit besseren Margen.

Besonders gut lässt sich dieser Wandel an Hasbro beobachten. Der US-Konzern, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1923 zurückreichen, entwickelt sich immer stärker weg vom klassischen Spielzeughersteller und hin zu einem Unternehmen, das mit Marken, Spielen und geistigem Eigentum Geld verdient. Der entscheidende Punkt: Nicht mehr nur das physische Produkt zählt, sondern die Möglichkeit, bekannte Marken immer wieder neu zu verwerten.

Hasbro Chart
Foto: Boersenmedien AG

Wie erfolgreich das sein kann, zeigt vor allem Magic: The Gathering. Das Sammelkartenspiel funktioniert wie ein Geschäft mit eingebauter Wiederholung: Wer spielt oder sammelt, kauft regelmäßig neue Kartensets. Damit wird aus einem einzelnen Produkt ein Hobby mit dauerhaften Ausgaben. Noch attraktiver wird das Modell dadurch, dass Hasbro immer wieder bekannte Popkultur-Marken integriert. Sets rund um „Final Fantasy“ oder  „Spider-Man“ haben neue Zielgruppen angesprochen und den Absatz zusätzlich befeuert.

Auch bei anderen Marken nutzt Hasbro dieses Prinzip. Monopoly Go! wurde zum Smartphone-Hit und zeigt, wie sich ein jahrzehntealtes Brettspiel in ein digitales Geschäft mit laufenden Einnahmen verwandeln lässt. Genau darin liegt die Strategie: eine starke Marke, viele Kassen. Ob Brettspiel, Sammelkarten, App oder Lizenzgeschäft – die Erlösquellen werden breiter, planbarer und profitabler.

Das spiegelt sich auch in den Zahlen wider. Besonders lukrativ ist bei Hasbro inzwischen das Geschäft mit Games und digitalen Angeboten. Dort fallen die Margen deutlich höher aus als im traditionellen Spielzeuggeschäft.

Hasbro Einnahmen
Foto: Boersenmedien AG
2020 erzielte Hasbro mit traditionellem Spielzeug noch mehr Gewinn. Das ist jetzt anders. Magic & Games ist heute deutlich lukrativer.

Genau diese Verschiebung macht den Umbau bei Hasbro für Anleger so interessant. Denn je stärker das Unternehmen mit margenstarken Spielen, digitalen Angeboten und Lizenzen wächst, desto unabhängiger wird es vom zyklischen klassischen Spielwarengeschäft. Der Konzern schafft sich damit eine stabilere und besser planbare Ertragsbasis.

Wenn Sie wissen möchten, welcher Titel neben Hasbro jetzt ebenfalls ein Kauf ist, dann lesen Sie die aktuelle Ausgabe von BÖRSE ONLINE.

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