Trotz starker Verluste an den Börsen zum Jahresauftakt hält Fondsmanager Jens Ehrhardt Aktien als Altersvorsorge für alternativlos. "Wer sich bisher auf festverzinsliche Anlagen oder das Sparbuch verlassen hat, ist verlassen", sagte der Gründer der Vermögensverwaltung DJE Kapital auf dem Börsentag München. Die Messe für Privatanleger wird vom Finanzen Verlag, zu dem auch www.boerse-online.de gehört, veranstaltet.

Erhardt rechnet im zweiten Halbjahr mit "positiven Überraschungen" an den Aktienmärkten. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen nicht weiter erhöhe. Falls doch, lasse sich mit Aktien "kein Blumentopf gewinnen".

Denn der Vermögensverwalter ist der Ansicht, dass der Hauptgrund für den schwachen Jahresauftakt an den Aktienmärkten nicht in China oder beim Ölpreis zu suchen ist. Er glaubt, dass der "hohe Dollar die Aktienkurse weltweit gedrückt hat". Deswegen sei eine weitere Zinserhöhung und ein damit verbundener weiterer Anstieg des Dollars das Schädlichste für die Aktienmärkte.

Aus China erwartet Ehrhardt eher positive Überraschungen, was die Wirtschaftsentwicklung angeht. Zudem geht er davon aus, dass der Ölpreis im zweiten Halbjahr aufgrund der rückläufigen Produktion wieder steigt und so die Aktienkurse anschiebt.