Der KI-Boom verändert die Infrastrukturbranche: Schneider Electric profitiert von der wachsenden Nachfrage nach Rechenzentren, Stromversorgung und Kühlung. Warum die Aktie zu den aussichtsreichsten europäischen KI-Profiteuren zählt.
Der Siegeszug der Künstlichen Intelligenz löst einen beispiellosen Investitionsboom aus. Die großen US-Technologiekonzerne bauen ihre Rechenzentrumskapazitäten massiv aus. Dafür benötigen sie nicht nur leistungsfähige Chips, sondern vor allem Strom, Kühlung und intelligente Automatisierung.
Rund 30 Prozent des Auftragsbestands entfallen bereits auf Rechenzentren. Bis 2030 dürfte der Markt jährlich um mindestens 10 Prozent wachsen. Zusätzliche Impulse kommen von der Kooperation mit Nvidia. Schneider Electrics Industriesoftware-Tochter Aveva ist an Nvidias Omniverse-Plattform angebunden. Gemeinsam entwickelten die Unternehmen einen digitalen Zwilling für die Stromversorgung und Kühlung von KI-Rechenzentren. Damit lassen sich komplexe Abläufe virtuell simulieren und effizienter planen.
Auch außerhalb der Rechenzentren profitiert Schneider Electric von der zunehmenden Digitalisierung und Elektrifizierung. Die breite Präsenz in Gebäuden, der Industrie sowie bei Strom- und Netzinfrastruktur macht den Konzern weniger abhängig von einem einzelnen Wachstumsmarkt und federt mögliche Schwankungen im Rechenzentrumsgeschäft ab.
Schneider Electric profitiert damit nicht als Entwickler bekannter KI-Anwendungen, sondern als Anbieter der Infrastruktur, die deren Betrieb überhaupt ermöglicht.
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