Der Preis liegt 3,5 Prozent unter dem Schlusskurs vom Mittwoch. Am Donnerstag gaben Puma-Aktien 2,2 Prozent auf 91,54 Euro nach. Kering-Papiere verloren in Paris 0,2 Prozent.

Dem ehemaligen Puma-Mehrheitseigentümer bleiben damit noch vier Prozent an dem Unternehmen aus Herzogenaurach. Mit diesen Aktien ist Analysten zufolge eine Wandelanleihe unterlegt, sie können deshalb nicht ohne weiteres verkauft werden. Bereits im Herbst hatte Kering seine Beteiligung von 16 auf 9,9 Prozent abgebaut und damals 656 Millionen Euro eingenommen.

Kering war 2007 bei der Nummer drei auf dem weltweiten Sportartikelmarkt eingestiegen und wollte Puma eigentlich auf Mode und Lifestyle ausrichten. Doch das Interesse kühlte bald ab, spätestens als Puma-Chef Björn Gulden den Sport stärker in den Vordergrund rückte. Vor drei Jahren gab Kering, bis dahin mit 86 Prozent an Puma beteiligt, die Mehrheit an die eigenen Aktionäre ab. Knapp 29 Prozent liegen seither bei Artemis, der Familienholding des Milliardärs Francois-Henri Pinault.

Kering und Artemis haben sich verpflichtet, in den nächsten drei Monaten keine weiteren Puma-Aktien zu platzieren. Mit dem Teilausstieg von Kering steigt der Streubesitz des Konzerns auf 66,7 Prozent. Damit vergrößern sich die Chancen von Puma, bei der Erweiterung des Dax auf 40 Werte im September in den deutschen Leitindex aufzusteigen. Das Traditionsunternehmen hat einen Börsenwert von mehr als 14 Milliarden Euro. Vom der Corona-Krise haben sich Puma und seine Aktie schnell erholt. Seit dem Tief im März 2020 hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

rtr