Die Deutsche Bank sieht die Gefahr dramatischer Wertverluste an den Märkten. Viele Investoren ignorieren Inflations- und Zinsrisiken.
Die Zinsen steigen, die Turbulenzen am Finanzmarkt nehmen zu. Angesichts ausufernder Staatsverschuldung und anhaltender Inflationsgefahr braut sich an den Börsen eine brisante Mischung zusammen.
Dennoch rechnen Anleger unverdrossen mit robustem Wachstum, moderater Geldpolitik und sprudelnden Gewinnen. Die Deutsche Bank hat sich deshalb mit einem ungewöhnlichen Warnruf an Investoren zu Wort gemeldet. Marktstratege Henry Allen zufolge steuern die Finanzmärkte mit voller Wucht auf eine zunehmend riskante, historische Fehlbewertung zu.
Die Märkte, die derzeit nahe an ihren Rekorden notieren, unterschätzen laut der Analyse sowohl mögliche Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed als auch der EZB. Sie ignorieren steigende Energiepreise, anspringende Konjunktur und ungebremste Inflationsdynamik. Das zentrale Risiko ist laut Deutsche-Bank-Studie ein negativer Angebotsschock: Energie und Lebensmittel verteuern sich, die Inflation bleibt hartnäckig, gleichzeitig schwächt sich das Wachstum ab. Fachleute sprechen von Stagflation.
In einem solchen Umfeld sind die Notenbanken selbst mit Zinssenkungen machtlos, ebenso die hochverschuldeten Staaten. Aktienbewertungen, insbesondere zinssensitive Wachstumswerte geraten ins Rutschen oder verlieren im Extremfall in einem Crash-Szenario dramatisch an Wert. In der Top-Story der neuen Ausgabe von €uro am Sonntag lesen Sie, wo Risiken lauern, und wie Anleger dennoch profitieren können.
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