Eine schwache Möbelindustrie und hohe Schulden setzen diesem Konzern gewaltig zu. Die Aktie liegt am Boden, die Trendwende ist allerdings schon auf einem guten Weg.

Ein international aufgestellter Industrie- und Zulieferkonzern könnte vor einem Wendepunkt stehen. Gerade wurde ein erfahrener Manager in den Vorstand berufen, der die laufende Transformation beschleunigen soll. Die Aktie notiert derweil auf einem historisch niedrigen Niveau - für Anleger womöglich eine Chance mit Verdopplungspotenzial.

Das Unternehmen ist in mehreren Bereichen aktiv und bedient vor allem die Möbel- und Holzwerkstoffindustrie sowie industrielle Anwendungen. Über Jahre hat der Konzern durch Zukäufe seine Marktstellung ausgebaut, allerdings zu einem hohen Preis: Schwächere Nachfrage, sinkende Margen und eine hohe Verschuldung haben das Ergebnis belastet. Unter dem Strich rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen, auch für das laufende Jahr ist kaum mehr als ein Break-even zu erwarten.

Dennoch scheint viel Negatives bereits im Kurs enthalten zu sein. Die Aktie notiert bei weniger als der Hälfte des Buchwerts und damit auf einem Niveau, das zuletzt nur in der Finanzkrise erreicht wurde. Das Management hat bereits gegengesteuert: Kosten wurden gesenkt, das operative Ergebnis verbessert und die Finanzierung bis weit in die Zukunft abgesichert. Zudem werden strategische Optionen für einzelne Geschäftsbereiche geprüft.

Für den Kurs gibt es damit zwei mögliche Hebel: eine Erholung der Nachfrage in den Kernmärkten oder eine konsequente Verschlankung des Konzerns mit weiter sinkender Verschuldung. Beides könnte der Aktie neuen Schub geben.

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