Hendrik Leber sieht die größten Risiken für die Börsen derzeit an der US-Zinsfront: Ölkrise, Inflation und Donald Trumps Angriffe auf die Notenbank könnten nach den US-Zwischenwahlen für Turbulenzen sorgen. Im KI-Wettlauf setzt der Acatis-Gründer trotz Bedenken weiter auf Nvidia. Im ausführlichen Interview spricht Leber außerdem über die Zukunft der Softwarebranche, das neue Altersvorsorgedepot und seine Erwartungen an Kanzler Merz.
Die größten Gefahren für die Börsen sieht Hendrik Leber derzeit an der US-Zinsfront. Die Ölkrise wirke sich massiv auf die Inflation aus, zugleich habe Donald Trump keinen Durchgriff auf die Notenbank. Trumps Drohungen machten ihm Sorgen, sagt der Gründer von Acatis Investment. Bis zu den Zwischenwahlen erwartet Leber zwar keine größeren Turbulenzen. Danach könne es jedoch kritisch werden. Im Konflikt mit Iran rechnet er mit einem Rückzug der Amerikaner. Die Zeit der globalen US-Dominanz sei vorbei.
Das zeigt sich für Leber auch beim Wettlauf um KI: „Bei der KI geht es zwischen den USA und China um die Macht.“ Die Technologie sei inzwischen ineffizient, der Weg von Nvidia gefährlich und ökonomisch kaum sinnvoll. Dennoch bleibt Leber investiert: Nvidia sei strategisch hervorragend positioniert.
Noch klarer fällt das Urteil des Fondsmanagers über Alphabet aus. Kundenkontakte, die sich zu Geld machen lassen, seien das Gebot der KI-Stunde. „Alphabet ist für mich der KI-Gewinner.“ Microsoft und OpenAI zählen dagegen nicht zu seinen Favoriten.
Warum einige Softwareanbieter eine Renaissance erleben, Leber das neue Altersvorsorgedepot sensationell findet und er von Kanzler Merz mehr Härte gegenüber dem Koalitionspartner fordert – das ausführliche Interview sehen Sie auf YouTube unter Smartes Geld oder via QR-Code oben.