Seit Juli stieg der Rohölpreis der Sorte Brent von 71 Dollar bis auf 117 Dollar Ende Oktober an. Seit Montag gibt der Kurs massiv nach. Jetzt besser Gewinne bei den großen Ölwerten mitnehmen?

Haben wir letzte Woche Peak Oil erreicht? Bis auf 119 Dollar pro Barrel stieg der Kurs der Sorte Brent noch am Freitag. Zu Wochenbeginn dann der große Preisverfall. Sicher, kurzfristige Rückgänge gab es im Zuge diplomatischer Entspannungsbemühungen im Iran-Krieg in den letzten Monaten häufiger, der Trend zeigte dennoch beständig aufwärts. Höhere Hochs folgten auf höhere Tiefs. Seit Montag steht der seit Juli etablierte Aufwärtstrend im Feuer. Mit einem Tagesverlust von über 7 Prozent wurde die Aufwärtstrendlinie durchbrochen, aktuell fällt die 50-Tage-Linie als weitere wichtige Unterstützung. Nächster Halt 101 Dollar?  

Ölpreis gibt massiv nach
Ölpreis gibt massiv nach

Jetzt Gewinne bei Exxon mitnehmen?

Die Quartalszahlen von Exxon waren extrem stark. Mit einer Steigerung des bereinigten EPS von 3,52 Dollar in Q2 auf 4,23 Dollar wurden die Analystenerwartungen von 4,12 Dollar klar übertroffen. Der bereinigte Gewinn stieg im Vergleich zum zweiten Quartal von 14,5 Milliarden Dollar auf 17,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung von rund 19 Prozent. Beeindruckend war insbesondere der operative Cashflow von 25,7 Milliarden Dollar bei einem freien Cashflow von 19,1 Milliarden Dollar. Diskrepanz: Die Erträge stammen überwiegend aus den hohen Margen im Raffineriegeschäft, während die Upstream-Erlöse gesunken sind. Normalisiert sich der Ölpreis, könnten die Raffineriemargen unter Druck geraten. Der Chart zeigt den Titel aktuell an der Unterstützung des Hochs vom März, dass bei Kriegsausbruch erzielt wurde. In diesem Bereich von 176 Dollar befindet sich auch die 21-Tage-Linie. Eine Unterschreitung dieser Linie ist für mich als Trader das Signal für eine Gewinnmitnahme. Ein Wiedereinstieg auf niedrigem Niveau ist nicht ausgeschlossen, da die Aktie grundsätzlich ein gutes Investment darstellt. 

Exxon unter Druck
Exxon unter Druck

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Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: ExxonMobil.