Physical AI gilt als nächster großer Wachstumsmarkt nach den Sprachmodellen: Milliardeninvestitionen von Amazon und Nvidia treiben die Entwicklung humanoider Robotik voran. Ergänzt wird der Trend durch weitere Zukunftsmärkte wie World Models, neuromorphe Chips und KI-gestützte Materialforschung. Welche – oft wenig bekannten – Unternehmen jetzt davon profitieren.
Die Stimmung im KI-Sektor hat sich in dieser Handelswoche deutlich verbessert – nicht zuletzt dank Metas neuem KI-Assistenten Muse. Nach der digitalen Revolution durch Sprachmodelle wie ChatGPT rückt nun ein neues Feld in den Fokus der Anleger: Physical AI. Dabei geht es um KI-Systeme, die ihre Umgebung wahrnehmen, Entscheidungen treffen und eigenständig handeln – etwa in Form humanoider Roboter oder automatisierter Lagerlogistik.
Der Markt für humanoide Robotik könnte laut Branchenschätzungen bereits in diesem Jahr ein Volumen von fünf bis zwölf Milliarden US-Dollar erreichen und bis 2035 jährlich um mindestens 28 Prozent wachsen. Goldman Sachs rechnet bis 2030 mit kumulierten Investitionen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar. Amazon hat bereits einen Milliarden-Auftrag an Nvidia vergeben, um seine Robotik-Sparte mit Nvidias Plattform für physische KI auszustatten.
Besonders relevant für Anleger: Rund 65 bis 75 Prozent des Herstellungswerts eines humanoiden Roboters entfallen auf Hardware – Getriebe, Sensoren, Servomotoren, Machine Vision und Edge-Compute-Chips. Viele dieser Zulieferer sind außerhalb der Branche kaum bekannt, obwohl ohne sie kein KI-Rechenzentrum und kein Roboter funktionieren würde. Bauteile mit Lieferzeiten von bis zu 52 Wochen zeigen, wie angespannt die Lieferketten bereits sind – ein Indiz für die Dynamik, die in diesem Markt steckt.
World Models, Chips, Cybersecurity: Die nächsten KI-Trends
Physical AI ist dabei nur einer von mehreren Zukunftsmärkten, die sich rund um Künstliche Intelligenz entwickeln. Nach den Sprachmodellen könnten sogenannte World Models an Bedeutung gewinnen – Systeme, die Räume, Objekte und Bewegungen einordnen und daraus Vorhersagen ableiten, was als mögliche Grundlage für die nächste Robotergeneration gilt. Auch bei der Hardware zeichnen sich Chancen ab: Neuromorphe, an die Funktionsweise des menschlichen Gehirns angelehnte Prozessoren könnten den Energiebedarf von KI-Systemen deutlich senken. Mit der wachsenden Verbreitung autonom handelnder KI-Agenten entsteht zudem ein neuer Teilmarkt für Cybersecurity. Und in der Wirkstoff- und Materialforschung kann KI Milliarden möglicher Molekülkombinationen analysieren und so Entwicklungszeiten und Kosten deutlich reduzieren.
Für Anleger entsteht damit eine neue, breit gefächerte Wirtschafts-Infrastruktur – von Chips und Cloud über Software und Cybersicherheit bis hin zu Robotik und Quantencomputing. Wer die relevanten Unternehmen frühzeitig identifiziert, kann von dieser Entwicklung profitieren. Genau hier setzt der Börsenbrief kiqreport von KI-Experte Klaus Madzia an. Mit langjähriger Börsenerfahrung und fundiertem Fachwissen analysiert er 14-täglich nicht nur die bekannten Namen aus KI und Quantencomputing, sondern vor allem die Zulieferer und Spezialisten im Hintergrund des Booms. Ein Ansatz, der sich für Leser des Börsenbriefs bereits ausgezahlt hat:
| Wert | Performance | Zeitraum |
|---|---|---|
| Dell Technologies | +185 % | seit Empfehlung 04/2026 |
| Western Digital | +47 % | seit Empfehlung 04/2026 |
| IonQ | +38 % | seit Empfehlung 04/2026 |
| Destiny Tech100 | +17 % | seit 6 Wochen |
| Harmonic Drive Systems | +12 % | seit 2 Wochen |
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