Der Ölpreis fällt, doch Benzin bleibt teuer. Der Grund: hohe Raffineriemargen. Warum integrierte Ölkonzerne und ein Energie-ETF jetzt besonders spannend für Anleger sind.
Autofahrer kennen das Phänomen: Der Ölpreis sinkt zwar, an der Tankstelle bleibt die Entlastung jedoch aus. Der Grund liegt häufig in den Raffineriemargen und genau diese sind derzeit besonders attraktiv.
Der sogenannte Crack Spread misst den Preisaufschlag von Benzin gegenüber Rohöl. In normalen Marktphasen liegt er meist unter 20 US-Dollar je Barrel. In Krisenzeiten kann er jedoch massiv steigen. Nach dem Ende der Corona-Pandemie kletterte der Aufschlag zeitweise auf fast 60 Dollar, aktuell liegt er laut HQ Trust erneut bei mehr als 50 Dollar.
Unerwartete Raffinerieausfälle, gestörte Lieferketten und die geopolitische Lage sorgen weltweit für ein knappes Kraftstoffangebot. Während Autofahrer darunter leiden, profitieren integrierte Ölkonzerne gleich doppelt: Sie fördern Rohöl und verarbeiten es anschließend zu Benzin und anderen Produkten.
Für Anleger rücken damit Unternehmen in den Fokus, die nicht nur auf den Ölpreis angewiesen sind, sondern auch von hohen Raffineriemargen profitieren. Eine attraktive Möglichkeit, auf die großen Ölkonzerne zu setzen, bietet auch ein spezifischer Themen-ETF.
Der Energiesektor bleibt allerdings von geopolitischen Risiken, schwankenden Rohstoffpreisen und der weiteren Entwicklung der Raffineriemargen abhängig. Auch wenn sich die Crack Spreads langfristig wieder normalisieren dürften, könnte die aktuelle Marktphase für integrierte Ölkonzerne besonders lukrativ sein.
Welche Öl-Giganten jetzt besonders spannend sind und mit welchem weltweit investierenden ETF Anleger breit in den Energiesektor einsteigen können, lesen Sie im großen Hintergrundbericht der neuen Ausgabe von €uro am Sonntag.
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