Die Erderwärmung nimmt Fahrt auf. Der Fonds investiert in Unternehmen, die vom notwendigen Gegensteuern profitieren
Der Irankonflikt und der Hitzedom über Europa haben im ersten Halbjahr 2026 die Notwendigkeit des Ausbaus erneuerbarer Energien noch einmal deutlich gemacht. Die Hitzewelle im Juni gilt als die bislang schwerste und flächenmäßig ausgedehnteste, die in Europa registriert wurde. Nach Angaben des Copernicus-Klimawandeldienstes ist die Entwicklung eindeutig auf den Ausstoß von Treibhausgasen zurückzuführen. Auch in anderen Regionen der Welt wurden neue Temperaturrekorde gemessen. Das globale Mittel liegt schon 1,4 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen steuert die Erde bis zum Jahr 2100 auf eine Erwärmung von bis zu vier Grad zu. Der Klimawandel geht mit hohen wirtschaftlichen Schäden einher. Experten zufolge drohen sich die Wohlstandseinbußen durch Ernteausfälle, Produktivitätsverluste und gesundheitliche Beeinträchtigungen bis 2100 auf sieben bis 14 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung zu summieren. Darüber hinaus haben die kriegsbedingten Lieferunterbrechungen in der Straße von Hormus sowie der zeitweilige kräftige Anstieg der Öl- und Gaspreise die anhaltende Verwundbarkeit vieler Volkswirtschaften hinsichtlich fossiler Energieimporte offengelegt.
Günstig und wirksam
Für Anleger eröffnet der notwendige strukturelle Wandel ein breites Spektrum an Renditechancen, das sich am besten über eine breit diversifizierte Anlagestrategie nutzen lässt. Das Portfolio des Nordea 1 Global Climate and Environment Fund zum Beispiel besteht aktuell aus 56 Titeln. „Wir sind in erster Linie in Einzeltiteln investiert, die aus unserer Sicht sowohl ein positives Impaktpotenzial im Bezug auf die Klima- und Umweltproblematik haben als auch attraktiv bewertet sind“, sagt Hennig Padberg. Er steuert zusammen mit Thomas Sørensen den bereits im März 2008 aufgelegten und mittlerweile acht Milliarden Euro schweren Fonds. Das Anlageuniversum umfasst nicht nur Unternehmen aus der Wind- oder Solarbranche, sondern auch Firmen, die in Bereichen wie Energiespeicherung, Energieeffizienz oder Wasseraufbereitung tätig sind. Unter den Topwerten findet sich Prysmian. Das Unternehmen mit Sitz in Mailand produziert weltweit Kabel für Stromnetze, Offshore-Windparks, Glasfasernetze und Industrieanwendungen. Auch Air Liquide haben die beiden Manager hoch gewichtet. Das französische Unternehmen produziert klimafreundlichen Wasserstoff für Industrie und Verkehr. Außerdem entwickelt es Verfahren, mit denen Kohlendioxid aus Industrieanlagen abgeschieden werden kann. Ebenso entspricht Linde den Kriterien der Fondsmanager. Dank der intensiven Analyse und klugen Titelauswahl Padbergs und Sørensens erzielte der Nordea 1 Global Climate and Environment Fund innerhalb eines Jahres 29 Prozent, in fünf Jahren kommt der Fonds auf knapp 46 Prozent.